140.000 Euro Beute bei sechs Fällen

Der „Enkeltrick“ klappt immer noch

Offenbach - Die dreiste Betrugsmasche ist uralt, die Warnungen von Polizei und Medien sind Legion. Immer wieder schaffen es Betrüger, dass ältere Menschen ihnen hohe Geldsummen aushändigen - und das ganz ohne Gegenwehr.

Um dies zu erreichen, geben sich die Verbrecher am Telefon als Angehörige aus, die in einer Notlage umgehend Bares benötigen. Fast 140.000 Euro sowie Schmuck und andere Wertsachen haben so im Jahr 2014 in der Region die Besitzer gewechselt. Und hier reden wir nur von sechs Fällen. 98 Anzeigen nahm die Polizei im vergangenen Jahr zu diesem Betrugsdelikt insgesamt auf, in 92 Fällen blieb der „Enkeltrick“ erfreulicherweise im Versuchsstadium stecken.

Als ebenfalls erfreulich wertete jetzt Polizeipräsident Roland Ullmann die Wachsamkeit von Mitarbeitern der Sparkassen Offenbach und Langen-Seligenstadt, die durch ihre Warnungen zwei Frauen davor bewahrten, um Ersparnisse in Höhe von 20.000 Euro betrogen zu werden. Die Rentnerinnen hatten Anrufe erhalten, in denen ein „Neffe in Not“ sie wortreich um Geld für einen Wohnungskauf anflehte.

Tipps: So fallen sie nicht auf den Enkeltrick rein!

Beide Sparkassen dankten ihren Angestellten für die Wachsamkeit. Die zwei Mitarbeiterinnen und der Mitabeiter waren wegen der Höhe der Bargeldabhebungen misstrauisch geworden. Es wurden sogar eigene Recherchen angestellt. Allein an diesem Dienstag registrierte das Polizeipräsidium vier neue „Enkeltrick“-Versuche. (mic) 

Rubriklistenbild: © dpa

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