Enten und schnelle Drachen

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Christian Plachta, Präsident des Lions-Clubs Offenbach-Lederstadt, Barbara-Anne Podborny vom Diakonischen Werk, Kurator und „Entenpräsident“ Kurt Hunsänger sowie Regattaleiter und SG-Wiking-Vorstandsmitglied Manfred Reißmann freuen sich auf die gemeinsam ausgerichteten ersten „Offenbacher Renntage“.

Offenbach - Auf dem Main wird es am Wochenende des 14. und 15. Juni spannend. Erst schickt der Lions-Clubs Plastikenten ins Rennen, dann lädt die SG Wiking zum Dragon-Cup: Die „Offenbacher Renntage“ sind geboren. Von Veronika Schade 

Am ersten Tag entscheiden die Strömung und das Glück, am zweiten Tag Muskelkraft und Ausdauer. Spannend wird es ganz bestimmt an beiden Tagen. Am Wochenende des 14. und 15. Juni locken gleich zwei beliebte Veranstaltungen an den Mainuferparkplatz unterhalb der Carl-Ulrich-Brücke – das Entenrennen des Lions-Clubs Offenbach-Lederstadt am Samstag und der Offenbacher Dragon-Cup der SG Wiking am Sonntag. Vom Zusammenschluss zu den „Offenbacher Renntagen“ profitieren beide Seiten. „Wir müssen uns nur einmal um Strom, Abwasser, Bühne, Zelte und Genehmigungen kümmern“, erklärt Regattaleiter Manfred Reißmann von der SG Wiking. Dies vereinfacht das Organisatorische und spart Kosten.

Weitere Informationen gibt es im Internet bei der SG Wiking und beim Lions-Club.

Die dreijährige Ruhezeit der roten Plastik-Enten ist vorbei. „Sie freuen sich schon darauf, wieder ins Wasser zu dürfen“, schmunzelt „Entenpräsident“ Kurt Hunsänger vom Lions-Club. Es ist bereits das fünfte Mal, dass sie für den guten Zweck ins Rennen geschickt werden. Bei der Premiere 2006 waren 6000 Enten am Start, 2007 waren es schon 8000, 2009 war das Rekordjahr mit 12.000 verkauften Startkarten, 2011 blieb knapp drunter. „Dieses Jahr erhoffen wir uns wieder eine so gute Resonanz“, sagt Hunsänger. Denn Mitmachen lohnt sich in doppelter Hinsicht. Zum einen winken 60 attraktive Preise – der Hauptgewinn ist ein Hyundai i10, der zweite Preis ein VIP-Logenbesuch für ein Spiel des OFC für zehn Personen, der Drittplatzierte gewinnt eine Ägypten-Reise. Zum anderen werden mit dem Erlös zwei soziale Initiativen in Offenbach unterstützt. Das Lions-Projekt „Klasse 2000“ unterstützt die Wilhelmschule und will die im nächsten Schuljahr eingeschulten Kinder vier Jahre lang in Sachen Gesundheit und Prävention begleiten.

Es gibt noch Startkarten

Das Familienzentrum Zion im Mathildenviertel will mit dem Erlös eine Küche erwerben. Diese fehlt bisher in den Räumen, die derzeit ausgebaut werden. „Wir möchten mit den Kindern gesunde Ernährung zubereiten“, sagt Barbara-Anne Podborny vom Diakonischen Werk. „Viele kennen kaum etwas anderes als Chips und Cola, das ist erschreckend.“ Das an die Schlosskirche angeschlossene Zentrum bietet Familien aus einem sozial und finanziell schwachen Umfeld die Möglichkeit zur sinnvollen Freizeitgestaltung sowie Hausaufgabenbetreuung, Spiel- und Lerngruppen.

Startkarten zum Preis von vier Euro gibt es vom 17. Mai bis 7. Juni jeden Samstag von 10 bis 14 Uhr am Stand der Lions auf dem Wochenmarkt und zusätzlich am verkaufsoffenen Sonntag, 1. Juni, von 13 bis 17 Uhr am Kaufhaus M. Schneider. „In den nächsten Wochen kommt man in Offenbach an den Enten nicht vorbei“, sagt Christian Plachta augenzwinkernd, Präsident der Lederstadt-Lions. Die Entenparty beginnt am Samstag, 14. Juni, um 15 Uhr mit Musik vom Jazz-Chor Blue Notes und der Popband Grolig Brothers. Um 17 Uhr gibt Oberbürgermeister Horst Schneider den Startschuss fürs Rennen. Im Anschluss geht die Feier weiter.

Drachenboote auf dem Main (2013)

Drachenboote auf dem Main

Am Sonntag werden ab 9 Uhr weitaus größere „Rennschwimmer“ zu Wasser gelassen – die Drachenboote der SG Wiking. Der zwölfte Dragon-Cup wird wieder in den Klassen Sports-, Beginners- und Fun-Cup sowie im Fraport-Sprint-Cup ausgetragen. Bisher haben sich 41 Gruppen angemeldet. Für den Sports-Cup kommen manche von weit her angereist. „Von Marburg, Mannheim, Lohr, Heidelberg – es spricht sich rum, dass alles passt“, freut sich Reißmann. Wer mitmachen möchte, kann sich bis zum 1. Juni anmelden. „Wir lehnen niemanden ab“, sagt der Regattaleiter.

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