Entspannt im Beach Club

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Im King Kamehameha Beach Club lässt sich der Frühling, der derzeit ein Sommer ist, gut aushalten.

Offenbach - Die Lokalität ist Spitze. Sowohl in Sachen Beliebtheit als auch im Sinne des Wortes: Der King Kamehameha Beach Club. Die Offenbacher Freiluft-Außenstelle des angesagten gleichnamigen Frankfurter Szene-Treffs ist ganz am westlichen Ende der Hafeninsel zu finden. Von Matthias Dahmer

Dort, wo man auf aufgeschüttetem Sand und mit Blick aufs Wasser noch am ehesten das Gefühl haben kann, dass Offenbach am Meer liegt.

Die geografische Lage erweist sich nicht nur beim Freizeitwert als Glücksfall. Am „Kingka Beach“ kann man nämlich auch der Entwicklung des Hafens-Areals zu einem neuen Stadtteil entspannt entgegensehen. Während sich andere als Zwischennutzung gedachte und mittlerweile etablierte Einrichtungen, wie der Hafen 2, nach einem neuen Domizil umsehen müssen, rollen auf dem Gelände des rund 11.000 Quadratmeter großen Clubs nicht die Bagger an. Vorerst zumindest.

Regina Preis Pressesprecherin der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH), zu der auch die für die Hafenentwicklung zuständige Mainviertel GmbH gehört, geht davon aus, dass sich bis zum Ende der Freiluft-Saison 2012 für den Beach Club überhaupt nichts verändern wird. „Der Club ist ein Super-Angebot für Offenbach und Frankfurt. Sowohl der Betreiber als auch wir wünschen, dass es weitergeht“, so die SOH-Sprecherin.

Siedlungsbeschränkungen wegen des Fluglärms

Das sieht Club-Geschäftsführer Tim Plasse ähnlich, geht sogar von längeren Zeiträumen aus: „Wir werden die angestrebte Mindestlaufzeit erfüllen, sind jedoch gerade dabei, mit der Stadt und der Entwicklungsgesellschaft an einer langfristigen Lösung zu arbeiten, die den Club in das neue Hafenviertel integriert.“

Beim Programm des rund 6000 Gäste fassenden Clubs verspricht Pressesprecher Sascha Klein, dass künftig noch mehr Gewicht auf den Freizeit- und Sportbereich gelegt wird, Familien stärker als Zielgruppe angepeilt sind. Pläne, wonach die Hochschule für Gestaltung auf die Hafenspitze ziehen könnte, sind nicht mehr aktuell. „Das war mal in der Diskussion“, sagt Regina Preis. Dass die Spitze vorerst unberührt bleibt, ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass dort Siedlungsbeschränkungen wegen des Fluglärms gelten.

Erst wenn die östlich des Club-Geländes entstehenden Wohnungen des ersten Investors im Hafen, der ABG Frankfurt Holding, fertig sind, muss über die Zukunft des Beach Clubs und über mögliche Veränderungen nachgedacht werden. Die ABG-Wohnungen, sagt Regina Preis, sollen bis zum Frühjahr 2013 stehen.

Unterschiedliche Optionen

Ein enger gesteckter Zeitplan gilt beim Hafen 2. Der alte Lokschuppen am Nordring, in dem das Kulturzentrum beheimatet ist, wird Ende März 2012 abgerissen. Eine Arbeitsgruppe, die nach einer Diskussionsveranstaltung Mitte März ins Leben gerufen wurde, brütet derzeit über einem neuen Standort. Im Juli sollen die Ergebnisse vorliegen. Weshalb SOH-Sprecherin Regina Preis auch nur unverbindlich mitteilen kann, man führe Gespräche und es gebe die unterschiedlichsten Optionen.

Vage bleibt sie auch bei der Frage nach dem Umgang mit dem Ruderverein Hellas. Dessen Vereinsheim liegt nur einen Steinwurf weit weg von der künftigen Hafentreppe, dem Mittelpunkt des neuen Stadtteils.

Und die Ruderer haben einen komfortablen, immerhin bis zum Jahre 2030 laufenden Erbpachtvertrag für ihr Gelände. Regina Preis verweist auch hier auf laufende Verhandlungen und mehrere Optionen für den Sportverein. Das bestätigt Hellas-Vize Klaus Dieter Roos.

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