Info-Veranstaltung zur Entwicklung

Hafenviertel: Viele Erwartungen und wenig Parkplätze

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Offenbach - Was gibt’s Neues im Hafen? Eine Antwort auf die Frage lieferte eine Info-Veranstaltung im Hafen 2, zu der Stadtwerke-Tochter OPG, zuständig für Hafenentwicklung, eingeladen hatte.

Mehr als 100 Besucher, darunter Neubürger von der Hafeninsel ebenso wie Bewohner aus dem Nordend, ließen sich von OPG-Chefin Daniela Matha auf den aktuellen Stand bringen. So ging es etwa um die Altlastenentsorgung. Im Zuge des Baufortschritts werde mit dem Erdaushub bis hinab zur jeweiligen Tiefgarage schrittweise die ganze Hafeninsel gereinigt, erläuterte Matha das mit dem Regierungspräsidium erarbeitete Konzept. Bereits seit 2007 läuft eine Grundwassersanierungsanlage. Womöglich werde sie auch länger als bis zum Vermarktungsende 2020 in Betrieb bleiben, so die Geschäftsführerin. Obwohl von Anfang an geplant, war offenbar nicht allen Bürgern bewusst, dass zwei Hochhäuser das neue Stadtviertel am Hafenplatz und auf der Insel wie ein großes Tor flankieren sollen. Darin sollen jedoch keine Wohnungen, sondern Büros entstehen.

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Die Parksituation am Hafen, aber auch im Nordring ist weiterhin ein Thema. Durch den Baustellenbetrieb sind Stellflächen außerhalb der Tiefgaragen knapp. Das Problem lasse sich durch eine zeitliche Begrenzung der Parkdauer etwas entschärfen, könne aber vorerst nicht befriedigend gelöst werden, so Matha. Aber die Zahl der Stellflächen im Nordring werde nur zeitweise verringert und bleibe dauerhaft in fast gleichem Umfang bestehen. Anwohner der Hafeninsel sorgten sich um eine anhaltende Beeinträchtigung durch den Baustellenverkehr. Da konnte die OPG-Geschäftsführerin Entwarnung geben: Die Baustellenfahrzeuge könnten den zweiten Bauabschnitt voraussichtlich zum Jahresende über die neue Straßenbrücke über das Hafenbecken erreichen.

Das Nordend: Ein Viertel im Umbruch

Ganz offiziell ist nun: Den Hafengarten wird es auch 2016 geben, dann allerdings etwas komprimierter und auf einer anderen Fläche. Bis Anfang nächsten Jahres soll auch über die Zukunft einer anderen Zwischennutzung entschieden sein: Auf der Inselspitze soll es nach der Schließung des Beachclubs gastronomisch weitergehen. Gespannt verfolgte das Publikum, welche Erfahrungen Zugezogene gesammelt haben. Neubürgerin und Ex-Frankfurterin Iris Hufnagel etwa, die eine Wohnung in der Mainzeile der ABG auf der Hafeninsel bezogen hat. Das Nordend habe sie bislang mit gemischten Gefühlen wahrgenommen. Von Miteinander, Durchlässigkeit, Lokalen und Geschäften sei noch nicht viel zu spüren. Das müsse wachsen, sagte Stadtplanerin Jana Hertelt. In dem engen Gründerzeitviertel gelte es, die „unglaubliche Dichte“ aufzubrechen und die Wohnhöfe neu zu beleben.

mad

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