Freizeit- und Erholung im Fokus

Dünenpark an der Hafenspitze

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Der Dünenpark an der Spitze der Hafeninsel soll den Freizeitwert des neuen Stadtteils erhöhen. Angrenzend – bis in Höhe der großen Brücke übers Hafenbecken – schwebt den Planern ein hochwertiges Quartier mit Geschäften, Gastronomie, Gesundheitseinrichtungen und Vier-Sterne-Hotel vor. Die Gebäude könnten bis zu 75 Meter hoch werden.

Offenbach - Bei der Entwicklung des neuen Hafenviertels liegt in diesem Jahr der Fokus auf der Schaffung öffentlicher Freizeit- und Erholungsflächen. Die federführende Offenbacher Projektentwicklungs- Gesellschaft (OPG) stellte gestern vor, was geplant ist. Von Matthias Dahmer 

Die Baufelder im Hafen Offenbach im Überblick

Herzstück und künftiger Hingucker ist ein von Dünen durchzogener Park an der Spitze der Hafeninsel. Anders als der dort bis vergangenes Jahr ansässige Beach Club soll der Dünenpark keine Partymeile, sonden ein Rückzugsort werden. „Eher Nordsee als Beach mit Palmen“, formuliert Bozica Niermann von der Quartiers- und Projektentwicklung der OPG. Zum Hafenbecken hin ist eine Uferlandschaft mit Sandstrand, Ausflugslokal und Schiffsanlegestelle vorgesehen. Entlang des Mains sollen Bäume das Bild prägen. In diesem Jahr beginnen die Planungen für den zum dritten Bauabschnitt zählenden Park, im nächsten Jahr geht es an die Umsetzung, so dass 2018 feierlich eröffnet werden kann. Eine belebtere öffentliche Fläche wird es nach den Vorstellungen der OPG auf dem zentralen Hafenplatz am schon eröffneten Quartierszentrum geben. Entstehen soll ein kommunikativer Ort, Wasserspiele und Baumreihen werden zusammen mit Gastronomie in den angrenzenden Arkaden zum Verweilen einladen.

Auf der Südseite des Hafenbeckens soll der Gutsche- Park entstehen, ein nach Offenbachs ehemaligem Gartenbaudirektor Oskar Gutsche benannter Grünzug. Dessen östliches Ende markiert das Wahrzeichen des Hafens, der Blaue Kran. Das abends beleuchte Industriedenkmal soll bis zum Spätsommer mit einer Aussichtsplattform über dem Hafenbecken bestückt und begehbar sein. Später eröffnet am Kran zudem ein Gartenlokal. Für Radler soll das Umkurven der Baustellen im Hafen ein Ende haben. Bereits im März, verspricht Niermann, ist die gerade durch den Hafen führende Trasse asphaltiert. In Höhe des Blauen Krans installiert die OPG eine Fahrradzählstelle am stark frequentierten Mainufer-Radweg. Es sei die erste im Rhein-Main-Gebiet, betont sie.

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Ebenfalls in diesem Jahr wird ein Konzept für die alte Bootsanlegestelle entwickelt. Die Marina soll nicht nur Ankerplatz sein, sondern auf mehrere Stationen verteilt werden und damit auch Landratten motivieren, den Hafen anzusteuern. Überhaupt wünschen sich die Planer den Hafen als Anziehungspunkt für Wassersportler. Sie denken an Kanu-Wanderer ebenso wie an die Trendsportart Stehpaddeln. Vom ersten in den zweiten Bauabschnitt verlagern sich die Zwischennutzungen der ehemaligen Industriebrache: Der Hafengarten zieht auf eine etwas kleinere Fläche im Westen um. Die 2015 wiederbelebte Hafenmeisterei wird im Sommer als Ausstellungsort, Info-Büro und Startpunkt der Hafenrundgänge regelmäßig geöffnet sein.

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Vom Dünenpark verspricht sich die OPG eine Magnetwirkung in Sachen benachbarter Bebauung. Östlich des Parks soll ein eigenständiges Teilquartier mit Geschäften und Büros, Gastronomie, Gesundheitseinrichtungen und einem Vier-Sterne-Hotel entstehen. „Die Investoren haben glänzende Augen bekommen, als wir ihnen die Pläne vorgelegt haben“, ist OPG-Chefin Daniela Matha zuversichtlich. Ebenso optimistisch ist sie, was den Neubau der Hochschule für Gestaltung angeht: Nach der Zusage aus Wiesbaden soll in diesem Jahr der Vertrag mit dem Land unter Dach und Fach gebracht werden. Matha: „Wir wollen mehr Nägel mit Köpfen machen als bisher.“

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