Mit Umfrage: Neubau der Erasmus-Schule eröffnet

Offenbach ‐ Mit einem Festakt haben am Sonntag Eltern, Lehrer und Kinder die Einweihung des Neubaus des privaten Erasmus-Bildungshauses am Offenbacher Dreieichpark gefeiert. Von Denis Düttmann

Neben der alten Backstein-Villa hat die Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) für rund 4,6 Millionen Euro einen dreistöckigen Anbau errichtet und das Gebäude anschließend an die Erasmus-Schule vermietet. In der Kommunalpolitik sorgte das ehrgeizige Projekt für einige Verstimmungen. Grund: Der Umbau des ehemaligen Gesundheitsamts hat deutlich mehr als die ursprünglich vorgesehenen 3,25 Millionen Euro verschlungen.

Insgesamt 180 Kinder lernen und spielen nun in dem Komplex, der Alt und neu vereint: 30 in der Krabbelgruppe, 100 im Kindergarten und 50 in der Grundschule. Betreut werden sie von 29 Lehrern und Erziehern.

Unterstützung von Firmen, Mäzenen und IHK

Im Vorfeld hatte es immer wieder Kontroversen um die private Bildungseinrichtung gegeben, zuletzt als Anfang des Jahres die Kosten für den Anbau explodierten. Der Elterninitiative O.K. Kids war vorgeworfen worden, eine „Eliteschule“ errichten zu wollen.

Doch nicht nur die Kommunalpolitiker, auch Unternehmen, private Mäzene und die Industrie- und Handelskammer unterstützten das Vorhaben. Bürgermeisterin Birgit Simon gab den Kritikern zu bedenken, dass das Engagement der Eltern die öffentliche Verwaltung spürbar entlaste: „Hier werden bis zu 200 Kinder betreut, um die wir uns als Stadt sonst kümmern müssten.“ Auch Oberbürgermeister Horst Schneider erklärte sich zum Fan der privaten Bildungseinrichtung. „Ich bin tief enttäuscht von dem Reformtempo des öffentlichen Schulwesens“, sagte der Verwaltungschef.

Rubriklistenbild: © Georg

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