Erfolg im Kampf um Roland?

Offenbach/Frankfurt ‐ Im Kampf um die Zukunft von „manroland" gibt es einen Lichtblick: Insolvenzverwalter Werner Schneider hat sich nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ mit den Banken mündlich auf einen Kredit über zehn Millionen Euro geeinigt, damit weiter produziert werden kann.

Das Blatt berichtet, Schneider habe sich mit den 15 Gläubigerbanken auf ein Darlehen verständigt. Der Vertrag sei aber noch nicht von allen Banken unterzeichnet, so dass der Insolvenzverwalter den gewährten Massekredit erst heute bekannt geben wolle.

Bilder von den Protesten der „manroland“-Mitarbeiter

Demonstration der „manroland“-Mitarbeiter

1400 Beschäftigte von „manroland“ aus Offenbach demonstrierten gestern vor der Frankfurter Allianz-Niederlassung für den Fortbestand ihres Unternehmens. Das Versicherungsunternehmen als Haupteigentümer wie auch der zweite Eigentümer MAN stünden in der Verantwortung, erklärte IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild bei der Kundgebung. Das Offenbacher Werk stelle wettbewerbsfähige Bogendruckmaschinen her und dürfe nicht sinnlos aufs Spiel gesetzt werden.

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Schild forderte die Banken zur Unterstützung eines Sanierungskonzepts auf. Er erinnerte an die Bankenrettung in der Lehman-Krise2008/2009. „Hier werden Maschinen gebaut, die die Welt braucht und nicht nur bunte Zettelchen ausgetauscht, auf denen immer größere Summen stehen“, rief der IG-Metall-Bezirkschef den Demonstranten zu. Die Zukunft des Offenbacher Werks müsse innerhalb eines Konzeptes für die gesamte deutsche Druckmaschinenindustrie stehen, wie es die IG Metall seit Jahren fordere.

dpa

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