Weihnachtsbaum-Verkauf

Erfolgsgeschichte auf Verlagsgelände fortgesetzt

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Während auch OFC-Fans bei diesem Angebot zugriffen, hatten die Verpacker alle Hände voll zu tun. Und die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum war bei vielen echte Familiensache.

Offenbach - Nein, wie viele er in seinem Leben schon geschlagen, kann Franz Korn nicht sagen. Seit mittlerweile 25 Jahren jedenfalls sind die frischen Weihnachtsbäume aus dem Spessart sein Geschäft. Von Matthias Dahmer 

Und das läuft gestern auf unserem Verlagsgelände wieder ausgesprochen gut. So gut, dass bei der 2013er-Auflage von eigentlich festen Vorsätzen abgewichen werden muss: Obwohl der Verkauf erst für die Zeit ab 11 Uhr angekündigt war, wollten die ersten bereits vor 9 Uhr einen Baum erstehen. Um kurz nach 10 Uhr dann kapituliert das Organisationsteam um Vertriebschef Burghard Aul vor dem Ansturm und eröffnet die Suche nach der passenden Tanne fürs bevorstehende Fest.

Warum dieser Christbaumverkauf mit wieder mal mehreren hundert Besuchern eine solche Erfolgsgeschichte ist, kann gestern keiner besser erklären als der ehemalige FDP-Stadtrat Paul-Gerhard Weiß. Weil er weder gewählt werden will, noch in offizieller politischer Mission unterwegs ist, zählt sein Lob wohl doppelt: „Die Bäume halten einfach länger. Man merkt, dass sie nicht schon im November, sondern frisch geschlagen wurden.“ Mit Gattin und Sohnemann ist Weiß auch diesmal wieder fündig geworden.

Ebenso freut sich zum Beispiel Gudrun Buchelt, treue Leserin unserer Zeitung seit 20 Jahren. Geduldig steht sie mit einer Tanne in einer der Schlangen vor den zwei aufgestellten Christbaum-Trichtern. „Wenn wir den Baum im Auto verstaut haben, gehen wie hier noch etwas essen“, sagt sie.

Auch damit ist sie in bester Gesellschaft. Wer sich mit Kaffee, Glühwein oder auch einem Edelbrand wärmt, sich mit Hausmacher Wurst und rustikalem Spessartbrot stärkt, hat die Qual der Baumwahl meist schon hinter sich. Die letzte der leckeren Bauernbratwürste geht schon um kurz nach 13 Uhr über die Verkaufstheke, dabei ist die ganze Veranstaltung bis 15 Uhr geplant.

Nicht wenige nutzen zur Rast die wohl temperierte Versandhalle, lassen sich dort nieder, wo Tische und Bänke aufgestellt sind. Nicht ohne zuvor am Bücherstand gestöbert zu haben, wo das erstanden werden kann, was normalerweise am Empfang des Verlagsgebäudes ausliegt.

400 Bäume und zwei Kilometer Verpackungsnetz

400 Bäume und zwei Kilometer Verpackungsnetz haben die Korns aus Jossgrund mitgebracht, auch bei ihnen ist gegen 13 Uhr das Meiste schon weg. „Nachdem sie jahrelang kaum gefragt waren und hauptsächlich Nordmanntannen verlangt wurden, kaufen die Leute mittlerweile wieder mehr Blautannen“, weiß Franz Korn zu berichten. Möglichweise liege das daran, dass diese mehr dufteten.

Kollege K. bleibt indes beim Nordmann. Gegen 13.30 Uhr schleppt er das verpackte Grün in die Redaktion und hat einen heißen Tipp fürs nächste Jahr, wenn bei uns wieder Christbaumverkauf angesagt ist: Wer ein bisschen später kommt, muss nicht mehr anstehen...

Bilder vom Weihnachtsbaum-Verkauf aus dem letzten Jahr

Weihnachtsbaum-Verkauf auf dem Verlagsgelände

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