Ersatzpflanzung ist gesichert

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Zehn der 46 kranken Baumhaseln in der Fußgängerzone zwischen Marktplatz und Kaiserstraße sind schon weg. Der Rest folgt in Kürze. Sie werden durch Säulenhainbuchen ersetzt.

Offenbach - Weil sie von einem zum Absterben führenden Pilz befallen sind, gegen den es kein Bekämpfungsmittel gibt, müssen alle Bäume in der Fußgängerzone zwischen Marktplatz und Kaiserstraße ersetzt werden. Von Matthias Dahmer

Zehn der insgesamt 46 befallenen Baumhaseln auf Offenbachs Flaniermeile hat der Stadtdienstleister ESO bereits gefällt, wovon einige nackte Baumscheiben-Abdeckungen zeugen. Die restlichen Bäume der kleinen Allee sollen in den nächsten Wochen verschwinden. An ihrer Stelle werden noch im Oktober, spätestens November drei bis vier Meter hohe Säulenhainbuchen gepflanzt, sagt Stadtgestalterin Sigrid Pietzsch. Die Baumart steht bereits auf dem neu gestalteten Abschnitt der Frankfurter westlich der Kaiserstraße und hat sich dort bewährt.

Grund für den Befall mit dem tödlichen Verticillium-Pilz, der das Leitungssystem der Pflanzen verstopft, war verseuchtes Substrat, das bei der Anpflanzung im Jahre 1999 verwendet wurde. Damals sei eine Prüfung von Baumerde auf eventuelle Schädlinge noch nicht Standard gewesen, erläutert Pietzsch.

Austausch kostet 270.000 Euro

Um den Pilz in den Griff zu bekommen, werden gemäß gutachterlicher Empfehlung die verbliebenen Bäume nach Entfernung der sie umgebenden Schutzgitter und Bänke zunächst gerodet und die verseuchten Substrate aus den Baumgruben entfernt. Danach wird das betroffene Areal abgeflämmt und mit neuer Erde aufgefüllt.

Der erforderliche Austausch kostet insgesamt 270. 000 Euro. Der Betrag belastet den städtischen Haushalt indes mit keinem Cent. Mit noch in diesem Jahr auszugebenden Fördermitteln aus dem Landesprogramm „Aktive Kernbereiche“ können 70 Prozent der Summe beglichen werden. Der städtischen Eigenanteil in Höhe von zirka 81 .000 Euro wird mit dem Budget verrechnet, welches dem ESO vertraglich für Nachpflanzungen und Pflege von Bäumen zur Verfügung steht.

Die Erneuerung der Bepflanzung zur ökologischen und gestalterischen Aufwertung der Fußgängerzone wird städtischerseits für dringend notwendig erachtet. Bereits 2011, als die ersten Bäume fallen mussten, hätten auch die Einzelhändler großes Interesse an der Erhaltung der Bäume gezeigt – als wichtige Kulisse für Veranstaltungen, Feste und nicht nicht zuletzt fürs Weihnachtsgeschäft.

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