Erst der Stress, nicht der Lärm macht krank...

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Die Offenbacherin Ingrid Wagner von der Bürgerinitiative Luftverkehr diskutierte im Radio mit Fraport-Chef Stefan Schulte.

Offenbach (tk/hr) ‐ Die neue Landebahn des Frankfurter Flughafens wird im nächsten Jahr fertig, und Deutschlands größter Airport wächst auch in der Zahl der Starts und Landungen. Für die Anwohner im Rhein-Main-Gebiet aber bedeutet es vor allem eines: Mehr Lärm.

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In der hr-info-Sendung „Im Gespräch“ traf am Freitagabend der Fraport-Vorstandschef Dr. Stefan Schulte auf Ingrid Wagner von der Bürgerinitiative Luftverkehr Offenbach (BIL) und Hans-Jacob Gall vom Verein für Flörsheim. Schulte meinte, seines Wissens gebe es bislang keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen, die belegen, dass Fluglärm krank mache. Allerdings stimmte er zu, dass man sich mit dem Thema befassen müsse.

Ingrid Wagner kritisierte, dass der Flughafen, der fast Innenstadtlage habe und viele Wohngebiete und damit Bürger betreffe, immer weiter ausgebaut werde. Dies sei für die Region nicht mehr erträglich.

Das Gespräch ist auf der Internetseite des Hessischen Rundfunks nachzuhören.

Hans-Jacob Galls Verein für Flörsheim ist nicht gegen den Flughafen, sondern nur gegen den Ausbau, weil die Gemeinde erst von der neuen Nordwestbahn richtig betroffen sein wird. Gall setzt große Hoffnungen in eine neue Lärmwirkungsstudie. „Wenn sie feststellt, dass die Leute von diesem Lärm krank werden, dann wird die Studie den Gesetzgeber dazu verpflichten, andere Lärmwerte ins Gesetz zu schreiben.“

Schulte dagegen geht davon aus, dass die Studie belegen werden, dass Fluglärm an sich nicht krank mache - festgestellt werde wohl, dass er Stress und dieser Krankheiten verursache...

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