Erste Kontakte geknüpft

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Haben im GTS-Leistungskurs „Datenverarbeitung“ muit ihren pfiffen Ideen überzeugt.

Offenbach - Ein halbes Jahr vor dem Abitur hat der Leistungskurs „Datenverarbeitung“ an den Gewerblich-technischen Schulen (GTS) seine Projektarbeiten vorgestellt. Von David Heisig

In Zusammenarbeit mit Unternehmen haben die 14 Pennäler dabei über ein Jahr Programme entwickelt und vor allem praktische Erfahrungen gesammelt.

Wie visualisiert man in einem Betrieb den Stromverbrauch? Wie kann man auf einem PC Temperaturen sichtbar machen? Diese und andere Fragen galt es zu beantworten. Die Schüler folgen damit fast schon einer Tradition. Denn in jedem Jahr werden unter einem bestimmten Thema Projektaufgaben gestellt.

Nicht von irgendwem: Unternehmen aus der Region stellen sie. Die Resultate haben die Abiturienten nun am vergangenen Freitag ihren Auftraggebern und Mitschülern präsentiert.

Fünf Betriebe haben 2011 mitgemacht

2011 waren es fünf Betriebe, die mitgemacht haben. Weniger als in den Jahren zuvor, was dem Umstand geschuldet ist, dass die Gruppe der Datenverarbeiter dieses Jahr mit 14 Schülern kleiner ist. Diese haben sich die Projekte selbst ausgesucht. Damit war es aber noch nicht getan. Es mussten Bewerbungen an die Auftraggeber gerichtet und über die Rahmenbedingungen verhandelt werden.

Ein Feld, an das man am Anfang gar nicht denke, erzählt Projektleiterin und Lehrerin Annette Bickel. Kommunikation müsse auch gelernt werden. Ganz wie in der Praxis, in der die eigene Leistung herauszustellen sei. „Da haben sie schon den ersten Kontakt, können sich beschnuppern“, erklärt Annette Bickel und spielt darauf an, dass viele Teilnehmer auch um die Chance auf einen Ausbildungsplatz werben. Auf alle Fälle sollen die Ergebnisse auch in die Praxis der Unternehmen einfließen. „Wenn es geht, stellen sie Projekte, die sie auch benutzen können“, erklärt die Lehrerin die Motivation der Betriebe. Auch den Pennälern komme die Leistung direkt zu gute. Die Noten fließen in das Halbjahreszeugnis und somit die Abiturnote ein.

Thema Energiesparen

Schaut man in die Projektbeschreibungen der einzelnen Gruppen, kommt man erst einmal ins Grübeln. „Wir haben ein Programm erstellt zur Steuerung von Mehrkreistemperaturreglern“, erklärt Max Gardlowski das Programm „Regtemp“. Zusammen mit Markus Lötz und Thomas Trott hat er sich etwas zur Parametrierung dieser Regler ausgedacht. Ein halbes Jahr haben die drei entwickelt, sich zweimal die Woche getroffen. Idee ist hierbei, Temperaturmessungen in Produktionsabläufen am Computer auf einen Blick sichtbar zu machen und steuern zu können.

Mit dem Thema Energiesparen beschäftigt sich das Projekt von Sebastian Armbrust, Pascal Lorenz und Daniel Schneider. Über einen sogenannten „Mikrocontroller“ wird der Stromdurchfluss gemessen und digital gespeichert. So soll jeder Mitarbeiter eines Unternehmens erkennen können, wie viel Strom im Unternehmen verbraucht wird. Das soll dann auch auf einer Webseite sichtbar gemacht werden.

Auch im nächsten Jahr soll das Projekt im Bereich Datenverarbeitung weitergeführt werden. Dafür benötigt die GTS wieder interessierte Auftraggeber. Informationen finden sich hierzu auf der Internetseite der Schule.

Mit der Datenverwaltung im Bereich des Eventmanagements haben Deren Dogan und Dang-Koah Truong experimentiert. Sören Maskow, Joel Koschier und Timothy Strohmann dagegen haben ein zweiteiliges Verfahren entwickelt, in dem Unternehmen Kundendaten akquirieren und sich Mitarbeiter in einem Ideenpool gegenseitig austauschen können. Das Projekt von Nico Beck, Oliver Schmidl und Daniel Anic beschäftigte sich mit dem Erstellen eines virtuellen Internetshops.

Die Kooperation sei für beide Seiten eine positive Sache, erfordere aber auch Aufwand, erklärt Annette Bickel. Auch wenn dieser nicht finanzieller Natur sei.

Immerhin: Der Bezug zur Praxis und der Kontakt zu potentiellen Auftraggebern ist hergestellt. Was zweifelsohne begleitend zur Ausbildung oder zum Studium für die Schüler nur hilfreich sein kann.

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