Erstmals über 120.000 Offenbacher

Offenbach (tk) - Es wird den Haushalt nicht sanieren, kann etwas Geld in die Stadtkasse spülen: Dass Offenbach erstmals den Sprung über die 120.000-Einwohner-Marke schaffte, hat laut Stadtsprecher Matthias Müller auch Auswirkungen auf die sogenannten Schlüsselweisungen, die das Land der Kommune überweist.

Der Bevölkerungsrekord wurde mit Datum 31. März 2011 registriert. Nie zuvor hatten so viele Menschen ihren Hauptwohnsitz in Offenbach. Nach einer aktuellen Zusammenstellung des Amts für Arbeitsförderung und Statistik lebten zum Stichtag 120 067 Bürgerinnen und Bürger in der Mainstadt. Ein Jahr zuvor waren es noch 118.478.

Anfang des 21. Jahrhunderts, im Jahr 2001, hatten sich 116 994 Menschen mit Erstwohnsitz beim Bürgerbüro angemeldet. Der Offenbacher Frauenanteil liegt bei 50,3 Prozent (60 372). 31 Prozent der Einwohner sind Nichtdeutsche (37 165), ein Wert, der sich eingependelt hat. Nach Schätzungen des Hessischen Wirtschaftsministeriums wird die Einwohnerzahl des Bundeslands bis 2030 von jetzt rund 6,07 auf 5,9 Millionen sinken. An Städten und Kreisen im Rhein-Main-Gebiet liegt das nicht. Die höchsten Bevölkerungszuwächse sollen Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt zu verzeichnen haben.

Bei der Entwicklung in Offenbach fällt auf, dass die Stadt von 2006 auf 2007 rund 1100 Einwohner verlor: Grund war aber keine Fluchtbewegung, sondern eine statistische Bereinigung. Es war aufgefallen, dass offizielle Schreiben, etwa bei Wahlen, als unzustellbar zurückkamen. Test-Anschreiben und der Abgleich von Statistiken führten zur Bereinigung.

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