Erwartungen übertroffen

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Neugierig machte die Besucher am ersten verkaufsoffenen Tag unter anderem die Architektur des neuen Einkaufszentrums.

Offenbach - 8.45 Uhr, Aliceplatz: Schnell werden die letzten Staubreste vom roten Teppich am Haupteingang des KOMM-Einkaufszentrums gesaugt. Draußen wartet eine ungeduldige Menschenmenge darauf, endlich Einlass gewährt zu bekommen in den noch jungfräulichen Konsumtempel. Von Veronika Szeherova

Nach der Ansprache von Projektmanager Markus Brod und Oberbürgermeister Horst Schneider ist es soweit. Letzterer bleibt am Eingang stehen und begrüßt - so gut es geht - die hereinströmenden Kunden. Es sind vor allem Rentner, Hausfrauen und verdächtig viele Jugendliche. „Müsst ihr nicht in der Schule sein?“, fragt Schneider. „Später“, antworten die Heranwachsenden.

Solche Menschentrauben vor dem Einkaufszentrum würden sich die Geschäftsleute im KOMM öfter wünschen.

Schon innerhalb kurzer Zeit herrscht reger Trubel im Einkaufszentrum, als ob es nie anders gewesen wäre. Um kurz nach neun Uhr geht beim direkt am Eingang befindlichen Buchhändler Thalia die erste Ware über den Ladentisch. „Ich bin sehr glücklich“, schwärmt Filialleiterin Jana Georgi. „Die Räume sind so charmant!“ Tatsächlich besticht die neue Filiale durch eine schöne, mit Offenbacher Motiven geschmückte Kassenzone, freundliche, helle Farben und eine neue thematische Aufteilung. „Deutschlandweit ist dies die erste Filiale mit einem Thalino-Kinderbereich“, berichtet Bezirksleiter Guido Hartmann. Außerdem gibt es den „Vitao-Bereich“, in dem Bücher zu Gesundheits- und Esoterikthemen zu finden sind. Zur entspannenden Atmosphäre tragen ein Brunnen und eine gemütliche Sitzgelegenheit bei.

Eindrücke aus dem KOMM:

Eindrücke aus dem KOMM

Geschäftiges Treiben auf allen drei Stockwerken. Die Kunden stürmen die Geschäfte. Der erste Tag ist für die Ladenangestellten anstrengend, doch sie behalten tapfer ihr Lächeln. Schließlich sind sie Anspannung aus den vergangenen Wochen gewohnt. Die Zeit der letzten Vorbereitungen vor der Eröffnung sorgte für permanenten Druck. „Heute ist es ein erfreulicher, guter Stress“, findet Christa Münz. Die Verkäuferin beim Chocolatier „Hussel“ ist zufrieden mit den neuen Räumen und dem ersten Tag. „Wir haben einen großen Kundenkreis in Offenbach und hoffen, durch den neuen Laden in zentraler Lage noch weitere Stammkunden gewinnen zu können.“ Gelockt wurde diese Stammkundschaft mit köstlichen, von Schokolade umhüllten Kaffee- und Minzstäbchen.

Oberbürgermeister Horst Schneider zerschnitt das Band und begrüßte die ersten Besucher persönlich.

Starbucks, die größte Kaffeehauskette der Welt, hat ihre erste Filiale in Offenbach eröffnet. Der geeignete Ort, um bei all dem Shoppingfieber und neuen Eindrücken etwas Kraft durch Hinsetzen und Koffein zu tanken. Das taten auch die Zwillingsschwestern Mercedes Sanchez de Spahn und Nora Spindler Sanchez aus Rodgau. Die gebürtigen Peruanerinnen hatten gestern passenderweise auch noch Geburtstag. „Wir machen uns gegenseitig zum Geschenk, dass wir zusammen ausgiebig shoppen gehen“, lacht Nora. Der erste Eindruck der frischgebackenen 43-jährigen war sehr gut. „Es sieht schön aus hier. Und es war höchste Zeit, dass wir ein ordentliches Einkaufszentrum in der Nähe bekommen.“

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Dieser Meinung ist auch Ulla Schmitt aus Bieber: „Das Angebot hier gefällt mir richtig gut, es ist eine große Bereicherung. Sonst findet man in Offenbach kaum noch hochwertige Läden.“ Sie verfolgte schon von Anfang an die Berichterstattung zum neuen Einkaufszentrum und freute sich auf den gestrigen Eröffnungstag. „Da kommt man wieder gern in die Innenstadt.“

Viele Sonderangebote und Aktionen erwarten die Besucher bis zum bevorstehenden verkaufsoffenen Sonntag am 27. September. Dann ist das KOMM von 13 bis 19 Uhr geöffnet – mit rotem Teppich.

Centermanagerin Daniela Ebel zog nach dem ersten Tag eine durchweg positive Bilanz. „Die Leute kamen nicht nur zum Schauen, sie kauften auch ein.“ Genaue Besucherzahlen konnte sie gestern indes noch nicht nennen. Die Hochrechnung soll heute erfolgt sein. „Wir haben viel gehofft und gewünscht im Hinblick auf den Eröffnungstag“, so Ebel, „und die hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.“ Es sei ein ganz toller Start gewesen, wie man ihn sich besser kaum wünschen könne. „Die harte Arbeit der Mieter hat sich bezahlt gemacht“, meint Ebel zufrieden.

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