Kritik an Arbeit des Jobcenters

Offenbach - Weiterhin sorgen die organisatorischen Mängel bei der Main-Arbeit für Ärger. Die Offenbacher Erwerbsloseninitiative SGB-II-Dialog erhebt weitere Vorwürfe.

Nachdem der Geschäftsführer des kommunalen Jobcenters, Dr. Matthias Schulze-Boeing, Anfang des Monats Verzögerungen und Unstimmigkeiten bei der Überweisung des erhöhten Regelsatzes für Hartz IV-Empfänger eingeräumt hat, wirft die Offenbacher Erwerbsloseninitiative SGB-II-Dialog Schulze-Boeing vor, „nur die halbe Wahrheit“ zu sagen.

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Wie Hinrich Garms von der Initiative mitteilt, sei es zu weiteren Fehlern gekommen. „Zirka 800 Leistungsberechtigte erhielten für Januar 2013 keine Hartz-IV-Leistung beziehungsweise keinen Regelsatz. Die Mängel werden durch die seit November auftretenden Softwareprobleme potenziert.“ Obwohl die Probleme bekannt seien, seien Bezieher von Arbeitslosengeld II in ihrer existenziellen Notlage mit Lebensmittelgutscheinen „abgespeist“ worden, statt ihnen – wie offiziell geregelt – mit einer Barauszahlung auszuhelfen.

„Dies war keineswegs die erste Panne seit Einführung der neuen Verantwortlichkeit der Stadt Offenbach. Schon im Spätsommer wurde ohne ersichtlichen Grund von Seiten der Main-Arbeit zahllosen Leistungsberechtigten die Krankenversicherung gekündigt“, kritisiert Garms. Er fordert, dass die technischen Schwierigkeiten nicht auf dem Rücken der Leistungsberechtigten ausgetragen werden.

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