Evangelische Kirche trauert um Jürgen Ott

+
Starb mit 58: Jürgen Ott.

Offenbach - Die Mitarbeiter der evangelischen Kirche trauern um Jürgen Ott, der am vergangenen Freitag im Alter von 58 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben ist. 31 Jahre lang war er Jugendreferent für das Evangelische Dekanat Offenbach.

Wer Ott kannte, weiß, dass sein Engagement jungen Menschen galt. Mit seiner humorvoll-optimistischen Art hat er Jugendliche angeregt, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen, hat vielen einen Entfaltungsraum in der Kirche eröffnet. Als gebürtiger Offenbacher und Konfirmand der Stadtkirchengemeinde engagierte er sich früh ehrenamtlich in der Jugendarbeit. Es folgten Zivildienst in einer Behinderteneinrichtung der Caritas, Studium der Sozialarbeit an der Fachhochschule Frankfurt und Berufspraktikum im Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).

Sein Berufsleben begann Ott als Schulsozialarbeiter an der Schillerschule und beim Verein zur Förderung seelisch Behinderter, bis er 1983 zum Dekanat wechselte. Als Dekanatsjugendreferent leitete er Schulungen und Freizeiten, förderte die Jugendvertretung und baute eine Internetseite auf. Sein letztes großes Projekt war die Bewerbung Offenbachs für den Jugendkirchentag der EKHN im Jahr 2016, den er sehr gern noch begleitet hätte.

Traueranzeigen und Online-Kondolenzen

1997 wurde Ott zum Vorsitzenden der Mitarbeitervertretung gewählt. In diesem Amt hat er daran gearbeitet, den Mitarbeitern Anerkennung zukommen zu lassen. Dabei kam ihm sowohl seine Konfliktfähigkeit zugute als auch seine Diplomatie. Dekanin Eva Reiß würdigte Jürgen Ott als Menschen, der trotz schwerer Krankheit nie seinen Optimismus und Lebensmut verloren habe. „Immer wieder sprach er begeistert von den vielen Jugendlichen, die sich ehrenamtlich für die Evangelische Jugend in Offenbach engagieren. Es machte ihn froh, diese jungen Menschen ein Stück ihres Wegs zu begleiten.“ Beerdigung ist am Samstag, 8. November, um 10 Uhr auf dem Friedhof Bieber. Die Traueransprache hält Pfarrerin Dorothee Limlei. 

(mt)

Kommentare