Mit Service-Punkt beschreitet EVO einen neuen Weg der Kundeninformation

Energie erlebbar machen im Ringcenter

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EVO-Vorstandsvorsitzende Heike Heim und HfG-Professor Peter Eckart haben gestern die 19 Quadratmeter große digitale Panoramawand im Ringcenter offiziell vorgestellt.

Offenbach - Von der Energieerzeugung bis zur Abfallentsorgung: Auf anschauliche und spielerische Art und Weise zeigt die Energieversorgung (EVO) auf einer gut 19 Quadratmeter großen, multi-medialen Panoramawand im Ringcenter ihr Leistungsspektrum. Von Martin Kuhn 

Alle nehmen sich am Freitagmorgen Zeit für die Enthüllung: EVO-Vorstandsvorsitzende Heike Heim, Sparkassen-Vorstand Hubert Graf, HfG-Professor Peter Eckart und selbstverständlich Ringcenter-Manager Michael Relic. Laut Heike Heim betritt der lokale Energieversorger mit dem Projekt Neuland. Es komplettiert die analoge Präsenz („Kundencenter wird es weiter geben“) und die Auffrischung des Internetauftritts („Jetzt mit Chat-Funktion“) der EVO. Dass das Offenbacher Unternehmen gerade an einer Stelle plakativ für sich wirbt, wo hin und wieder private Stromanbieter auf Kundenfang gehen, darf der neutrale Beobachter notieren. Als eine Art Gegenoffensive möchte es die Vorstandsvorsitzende aber nicht gewertet wissen. „Wir stellen uns dem Wettbewerb“, sagt sie diplomatisch. Aber um was geht’s genau?

Auf der Panoramawand gehen Besucher auf eine multi-mediale Entdeckungsreise. „Sie erfahren alles, was Sie über uns und unsere Arbeit interessiert“, so die EVO-Chefin. Nach ihren Worten passt der Service-Punkt zum Motto des Versorgers: „Wir sind für Sie nah.“ „Denn wir kommen genau dorthin, wo viele Bürger sind“, so Heim. Dafür hat die EVO eine audio-visuelle Erlebniswelt geschaffen: Mit einem Monitor steuert der Nutzer verschiedene Objekte wie das Sparda-Bank-Hessen-Stadion, die EVO-Windräder oder das EVO-Pelletwerk auf der Panoramawand an. Sobald sie von der Monitorkamera erfasst sind, erscheinen dazu auf dem Bildschirm passende Erklärungen als Animationen, Videoclips oder Infotexte. Dabei werde zudem deutlich, „wie wir die regionale Energiewende voranbringen“.

Entworfen wurde die Panoramawand vom HfG-Professor Peter Eckart und seinem Designbüro unit-design, der bereits 2010 für die Illumination des EVO-Kohlekrans am Nordring verantwortlich war. Sein Ansatz: „In einer zunehmend digitalen Welt brauchen wir auch reale Räume.“ Das ist für ihn die Panoramawand. Wer möchte, schaut sie sich lediglich an – ganz analog. „Aber jeder Kunde kann auch auf digitaler Ebene selbst aktiv werden“, so Eckart. „Und nach Möglichkeit immer wieder vorbei schauen.“ Für Heike Heim, die zu den Kosten gestern keine Angaben machen wollte, ist das Projekt aber mehr. „Es zeigt, wie lokale Designkompetenz und lokale Wirtschaft voneinander profitieren können.“

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