EVO setzt auf Windkraft

Offenbach - Die Energieversorgung Offenbach (EVO) setzt auf Ökostrom. Dafür wird sie Windkraft- Energie aus dem Hunsrück beziehen, zweites Standbein ist das Holzpelletwerk auf dem Allessa-Gelände.

Im Wettbewerb der Stromanbieter setzt die Energieversorgung Offenbach (EVO) auf Windkraft. Der regionale Versorger kündigte heute an, bis 2015 insgesamt 150 Millionen Euro in erneuerbare Energien zu stecken. Wichtigstes Wachstumsfeld ist dabei die Windkraft. Ziel sei eine Gesamtkapazität von 100 Megawatt. Knapp die Hälfte wird eine Anlage im Hunsrück liefern, die seit Anfang dieser Woche Strom produziert. Zwei andere Windparks in Dirlammen im Vogelsberg und in Rheinhessen sollen 2012 folgen.

Darüber hinaus plant die EVO den Ausbau ihres Holzpelletwerks in Offenbach. Die Investitionen in grüne Energie will das Unternehmen sowohl aus eigenen Mitteln als auch über einen Klima-Sparbrief finanzieren. Er soll nach Angaben des EVO-Vorstandsvorsitzenden Michael Homann zehn Millionen Euro in die Kasse bringen. Ein Interesse am Darmstädter Versorger HSE, der ebenfalls auf Ökostrom setzt, verneinte Homann. Beide Versorger haben kommunale Anteilseigner; die HSE liegt aber mit der Stadt Darmstadt im Streit.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 stieg der Umsatz um rund 23 Millionen Euro auf 365 Millionen Euro. Der Überschuss sank jedoch um fünf Millionen Euro auf 17,4 Millionen Euro. Die EVO liefert Strom, Gas, Fernwärme und Wasser an rund 170.000 Haushalte der Region.

dpa

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