Facebook-Fanseite gegründet

Eintracht-Schoppe: Alarm in Offenbach

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Offenbach - Zugegeben, das Verhältnis zwischen Offenbach und Frankfurt ist, sagen wir mal, angespannt. In deutliche Abneigung wandeln sich die Gefühle aber, wenn es um Fußball geht. Von Alexander Kroh

Darum dreht es sich zwar bei der am Dienstag gegründeten Facebook-Fanseite „Nicht in unserer Stadt“ nicht primär, doch schon auf den ersten Blick wird klar: Diese Gruppe hat kein Eintracht-Fan ins Leben gerufen. Anlass der Gründung ist der seit März 2010 erhältliche Adler- oder Uffstiegs-Schoppe (sauer gespritzter Ebbelwoi aus der Dose mit Eintracht-Emblem). Der Renner auf jeder Aufstiegsfeier der Adlerträger.

Doch das schmeckt nicht jedem, vor allem nicht den Rot-Weißen. Die mögen es nämlich gar nicht, wenn sie in ihrer Stadt durch den Supermarkt schlendern und ihnen der Eintracht-Adler aus den Regalen förmlich entgegen springt. Kurzerhand gründete ein treuer Kickers-Fan besagte Fanseite.

Dosen sollen aus den Märkten verschwinden

Die Forderung: Die Dosen mögen doch bitte schön aus den Märkten in Stadt und Kreis Offenbach verschwinden. Seit Dienstag haben knapp 300 User den Gefällt-mir-Button geklickt. Tendenz steigend. Schon 2010 äußerte der Gründer seinen Unmut über den Verkauf in Offenbach, schrieb sogar an den Kundenservice einer Supermarktkette. Antwort: Jeder Markt könne selbst entscheiden, ob er den Schoppen verkaufen möchte. Aber die starke Nachfrage zeige, dass es offensichtlich auch in Offenbach Sympathisanten der Eintracht gibt.

Link zur Facebook-Fanseite:

Nicht in unserer Stadt

Das schreckt die Unterstützer von „Nicht in unserer Stadt“ aber nicht ab. Sie werden erst ruhen, wenn die Dosen aus Offenbachs Supermärkten verbannt sind. Den Ebbelwoi müssen sie sich dann selber mixen - süß, sauer oder pur. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

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