IHK in Offenbach und Hanau klagen über Defizite

Fachkräftemangel verschärft sich

Offenbach/Hanau/Frankfurt - Die hessischen Industrie- und Handelskammern (IHK) schlagen Alarm: Ihr Fachkräftemonitor zeigt, dass in Stadt und Kreis Offenbach bis 2030 mehr als 21.000 Fachleute fehlen. Von Marc Kuhn

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Jährlich gebe es einen Mangel von etwa 5.100 technischen Fachkräften und rund 1.100 Akademikern, berichtete die IHK Offenbach. „Das Angebot an Fachkräften in kaufmännischen Berufen wird die Nachfrage in den kommenden vier Jahren nicht vollständig decken“, erklärte der Präsident der IHK Offenbach, Alfred Clouth. „Es ist zu befürchten, dass bis 2030 in unserem IHK-Bezirk 14.800 Fachkräfte im kaufmännischen Bereich fehlen.“

Im Main-Kinzig-Kreis werden bis 2020 etwa 8000 Fachkräfte fehlen, teilte die IHK Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern mit. Bis zum Jahr 2030 steige die Zahl auf rund 15.000 an.

Bis 2015 fehlen 100.000 Fachkräfte pro Jahr

„Neueste Prognosen des aktualisierten IHK-Fachkräftemonitors zeigen, dass Hessens Wirtschaft bis 2015 durchschnittlich rund 100.000 Fachkräfte pro Jahr fehlen“, sagte Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHK. „Eine Entwicklung, die sich ab 2020, bedingt durch den demografischen Wandel, noch weiter verschärfen wird.“

Anders als im Rest des Landes spielt die demografische Entwicklung in Stadt und Kreis Offenbach noch keine große Rolle, sagte Friedrich Rixecker, Geschäftsführer für den Bereich Aus- und Weiterbildung bei der IHK, unserer Zeitung. Für den Fachkräftemangel machte er ein nachlassendes Interesse der Jugendlichen an der beruflichen Ausbildung verantwortlich. Zu viele wollten nach der zehnten Klasse lieber weiter auf die Schule gehen, berichtete Rixecker.

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