Fall Tugce Albayrak

Wurden Spuren am Tatort verwischt?

Offenbach - Am McDonalds am Kaiserlei sollen Spuren verwischt worden sein. Außerdem sei der Ablauf auf der Toilette des McDonalds nun sicher. Neue Fakten im Fall Tugce Albayrak. 

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Es gibt anscheinend neue Fakten im Fall Tugce Albayrak: Die junge Studentin, die am 15. November 2014 auf dem Parkplatz des McDonalds am Kaiserlei ins Koma geschlagen wurde und später an ihren Verletzungen starb, soll laut Informationen der „Bild-Zeitung“ tatsächlich zwei jungen Mädchen geholfen haben. Die beiden minderjährigen Frauen seien demnach vom späteren Schläger Sanel M. und zwei weiteren jungen Männer auf der Toilette des Schnellrestaurants bedrängt worden. Neben Tugce Albayrak seien den Mädchen zwei weitere Männer zu Hilfe geeilt und hätten die Situation vorerst geklärt. Dieser Ablauf sei laut „Bild-Zeitung“ nun durch die Aussagen bestätigt worden. Die Polizei nahm auf Nachfrage keine Stellung und verwies auf die anstehende Gerichtsverhandlung. „Es gibt nichts Neues“, sagte auch Oberstaatsanwalt Axel Kreutz. Die Staatsanwaltschaft warte noch auf den schriftlichen Obduktionsbericht und werde voraussichtlich Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar Anklage gegen den beschuldigten 18-Jährigen erheben, sagte Kreutz.

Erst kurz nach dem Streit auf der Toilette eskaliert die Situation auf dem Parkplatz des McDonalds, Sanel M. schlug zu. Tugce Albayrak knallt mit dem Kopf hart auf dem Boden auf und fiel ins Koma. Neben dem Ablauf auf der Toilette berichtet die „Bild“ über die mögliche Verwischung von Spuren. Demnach hätten Mitarbeiter des McDonalds die Blutspuren auf dem Parkplatz noch vor dem Eintreffen der Polizei entfernt. Die Polizei bestätigte auch dies auf Nachfrage nicht. Sanel M. sitzt noch immer in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess.

dani

Rubriklistenbild: © Archiv: dpa

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