Trickbetrug

Falscher Polizist in Zivil bringt Frau um Erspartes

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Die Polizei rät: Immer den Polizei-Ausweis zeigen lassen.

Offenbach - Mit einer richtig miesen Masche hat ein Betrüger am Montagnachmittag eine Seniorin um ihr Erspartes gebracht. Die am Elsawaweg wohnende Frau erhielt den Anruf eines Unbekannten, der sich als Polizist ausgab und sie zu ihrem verstorbenen Gatten befragte.

Kurz darauf erschien ein Mann, der sich ebenfalls als Polizeibeamter vorstellte und nach einem Foto des Ehemanns fragte. In der Folge erfragte der ins Haus gelassene Ganove ein Geldversteck – und nahm mehrere Geldscheine „zum Zweck der Spurensicherung“ mit. Der falsche Polizist war etwa 50 Jahre alt und mit 1,65 Metern recht klein. Er hatte eine normale Statur und trug einen bräunlichen Dreitagebart.

„Der Sachverhalt zeigt den kriminellen Einfallsreichtum der Gauner“, meint Kriminalhauptkommissar Peter Bender. „Leider tarnen sich manche als Freunde und Helfer in Zivil, um ans Eigentum ihrer Opfer zu kommen.“ Deshalb gibt Bender Tipps:

  • Versuchen Sie, vor dem Öffnen der Tür einen Blick auf Besucher zu bekommen.
  • Lassen Sie keine Fremden einfach in die Wohnung.
  • Bestehen Sie darauf, dass sich Polizisten, besonders in Zivil, ausweisen.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei an.
  • Ziehen Sie bei angekündigten Besuchern Nachbarn hinzu oder bestellen Sie Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson da ist.
  • Geben Sie nie Verstecke von Geld, Schmuck oder Wertgegenständen preis.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher energisch, etwa durch laute Ansprache oder Hilferufe.

Weitere Tipps, wie sich ältere Menschen wirkungsvoll gegen Trickdiebe oder Betrüger schützen können, gibt das Team der Beratungsstelle gebührenfrei unter der Nummer 0800/3110110.

(mt)

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