„Runter vom Sofa“

Lust auf Bewegung gemacht

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Ein toller Hingucker am Wiener Ring sind die rot und weiß gewandeten Cheerleaders des OFC, hier in voller Aktion zu sehen

Offenbach - Ganz wie bei den Olympischen Spielen hat Offenbach gestern ein gemeinsames sportliches Motto: „Runter vom Sofa“. Etwa 2000 Besucher sind der Einladung zum großen Familiensportfest im Sportzentrum Wiener Ring gefolgt. Von David Heisig

Lust auf Bewegung zu machen, dies ist ab 11 Uhr das Anliegen der Veranstalter: Sportämter von Stadt und Kreis, Sportvereine und Sportkreis. „Wir wollen den Vereinen die Gelegenheit geben, ihre Sportarten vorzustellen. Wobei wir Wert darauf legen, dass es nicht nur die Klassiker sind“, umreißt der Leiter des Offenbacher Sportamts, Jürgen Weil, das Angebot. Also gibt es neben Fußball und Handball auch die seltenerer Sportarten wie Cricket, Baseball oder Bogenschießen. Und Gelegenheit, dabei mitzumachen.

Eröffnet wird das Fest durch den Zumba-Nachwuchs der TSG Bürgel, jener Mischung aus Aerobic und Tanz, die schnell die umstehenden Menschen ansteckt. So sieht man auf dem Gelände verteilt immer wieder kleine Gruppen, die zur Musik tanzen.

Bilder vom Familiensportfest

„Runter vom Sofa!“ am Wiener Ring

Ob Rudern, Fechten oder Schwimmen: Aus Offenbach kamen in den vergangenen Jahrzehnten viele bekannte Sportgrößen. „Ohne Breitensport gibt es keinen Spitzensport“, betont Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel, wie wichtig der Freizeitsport als Basis sei.

Neben dem Blick auf Zeiten, Weiten und Tore zählt vor allem der Entschluss, überhaupt erstmal was für die eigene Gesundheit zu tun. Daher können alle Sportarten auch ausprobiert werden. Höhere Lebensqualität, Selbstbestätigung und Ausgleich für berufliche Belastung sind nur einige der positiven Effekte, die dem Sport zugesprochen werden.

Bei vielen Jugendlichen falle auf, dass körperliche und motorische Defizite bestünden, beklagt Offenbachs Sportamtsleiter Jürgen Weil. So sei die Zusammenarbeit mit Ärzten, Schulen und Eltern sehr wichtig. Früh müsse etwas für die Gesundheit der Sprösslinge getan werden, ergänzt der Fachmann.

Bouler schieben eine ruhige Kugel

„Wir machen aber hier auch für den Job fit“, berichtet Marcel Subtil, Leiter des Fachdienstes Förderung des Ehrenamtes, Sport und Kultur beim Kreis. Eine Aktion, in der sich Jugendliche in ihren sozialen Fähigkeiten für die Ausbildung üben können. Teamfähigkeit, Lernen mit Fehlern umzugehen, seien Dinge, die sehr gut im Sport vermittelbar seien, erklärt er weiter. Genau das müssen auch die kleinsten Kicker beim „Human Table Soccer“ beweisen, einer Art übergroßem Tischkicker mit lebenden Personen.

Da wird schon manches Mal erbittert um den Ball gekämpft. Gemütlicher geht es bei den Offenbacher Boulern zu. Die schieben beim Pétanque wortwörtlich eine ruhige Kugel. „Wir haben in Offenbach vier Vereine“ erzählt Edgar Berghofer von den Mainbogen-Boulers. Familiär geht es da sonntäglich zu. Bei den Spielen in der Hessenliga Süd dagegen wird schon verbissener gekämpft.

Auch im nächsten Jahr soll es erneut „Runter vom Sofa“ geben. Dann aber wieder im Kreis Offenbach. Den diesjährigen Organisatoren machen die zahlreichen Gäste Mut, dass positive Synergien vom Fest ausgehen.

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