FDP: Nicht nochmal neue Klinik-Berater

Offenbach (tk) - Was die Offenbach-Post aufdeckte, ärgert auch die FDP: „Jetzt soll es die gefühlt zehnte Unternehmensberatung richten“, kritisiert Fraktionschef Oliver Stirböck.

Wie berichtet, wollen Stadtkämmerer Michael Beseler und Klinik-Interims-Geschäftsführerin Franziska Mecke-Bilz (Vivantes) Unternehmensberater von McKinsey holen, um gesicherte Daten zu erhalten. Nach Schätzung der Liberalen ist in den vergangenen Jahren ein deutlich siebenstelliger Betrag an Beraterhonoraren geflossen.

„Noch vor wenigen Wochen hat man uns erzählt, es würden keine neuen Berater benötigt, sondern die von vielen Beratern vorgeschlagenen Maßnahmen müssten nur konsequent umgesetzt werden“, so Stirböck. Vivantes, so habe es immer geheißen, solle dies nun richten.

Deshalb fordert die FDP, anstatt neue Berater zu holen, die mit Vivantes vereinbarten Managementdienstleistungen auszuweiten. Allerdings sind die Liberalen nicht vom Vorhaben der Geschäftsführung begeistert, einen weiteren Sanierungstarifvertrag zu Lasten der Beschäftigten abzuschließen: „Wer es sich leisten kann, hat so wenig Anreiz am Klinikum zu bleiben.

Stirböck fordert den Magistrat auf, alle „Szenarien“ auf den Tisch zu legen. Nötig sei eine offene Diskussion. Die FDP hält für möglich, dass in einem kommunalen Verbund zu viele Dienstleistungen in andere Kommunen abwandern. Ein „Wettbewerb um das Offenbacher Klinikum“ sei möglicherweise besser: Ohne es ausdrücklich zu sagen, fordern die Offenbacher Liberalen damit ein Nachdenken auch über einen Verkauf des Klinikums an Private.

Rubriklistenbild: © Pixelio.de/Günter Havlena

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