Paul-Gerhard Weiß wiedergewählt, Ferdi Walther jetzt Ehrenvorsitzender der Liberalen

FDP will Politikwechsel für Stadt

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Die lokale FDP-Spitze mir Ehrenvorsitzenden Ferdi Walther, stellv. Vorsitzenden Georg Schneider, Europabeauftragten Bedrettin Yesirci, Schatzmeister Dr. Guido Kruse, Vorsitzenden Paul-Gerhard Weiß und stellv. Vorsitzenden Dominik Schwagereit.

Offenbach - Paul-Gerhard Weiß bleibt Vorsitzender der Offenbacher FDP. Die Mitglieder bestätigten den früheren Ordnungsdezernenten einstimmig in seinem Parteiamt.

Fraktionschef Oliver Stirböck berichtete den Mitgliedern aus den aktuellen Koalitionsgesprächen: „Für uns gibt es keine Wunschkoalition. Unser Wunsch ist ein Politikwechsel: vor allem mit besserer Wirtschaftsförderung.“. In seinem Bericht ging Paul-Gerhard Weiß auf die schwierige Zeit der FDP in den vergangenen beiden Jahren ein. Die Partei sei von vielen „abgeschrieben“ worden. Deshalb habe sich der Kreisverband darauf konzentriert, den Bundesvorsitzenden Lindner beim Wiederaufbau zu unterstützen. Lokal habe sich die Partei nach dem Rauswurf aus der Ampelkoalition ebenfalls neu positioniert und sich auf die wichtigen Kernthemen konzentriert. „Mit Erfolg. Das großartige Kommunalwahlergebnis von 9,5 Prozent mit einem Gewinn von 4,4 Prozent ist historisch Spitze.“ Die Offenbacher wollten die FDP in der Stadtpolitik vertreten sehen und hätten auch ihre Arbeit honoriert.

Dann der Blick nach vorn, als Fraktionschef Oliver Stirböck aus den Koalitionsgesprächen berichtete: „Für uns gibt es keine Wunschkoalition. Unser Wunsch ist ein Politikwechsel: vor allem mit besserer Wirtschaftsförderung, einer umfassenden Bildungsoffensive und Stärkung des Einzelhandelsstandortes. Fällt dieser aus, ist unsere Stadt nicht mehr alleine lebensfähig.“ Mehr Einsatz für Gewerbe wollten plötzlich alle, „aber genau hier gab es bei Rot-Grün große Defizite“. Deshalb sei die FDP da nicht wieder eingestiegen, sondern habe die Weichen für eine andere Konstellation gestellt.

Wichtig sei eine schonungslose Analyse: „Offenbach ist praktisch pleite. Wenn es so weitergeht, droht - von der Kommunalansicht angeordnet - eine Steuererhöhungsorgie oder der Verzicht auf jede Neuinvestition. Wahrscheinlich beides“. Eine neue Koalition müsse neue Unternehmen und neue Einkommenssteuerzahler ansiedeln. Darum gehe es bei der Koalitionsbildung und nicht um den Status der Parteien.

Neu ist: Die Freidemokraten haben wieder einen Ehrenvorsitzenden. In Würdigung seiner „großen Verdienste für die Offenbacher FDP und seiner Lebensleistung“, wie es Parteichef Weiß formulierte, bestimmten die Mitglieder hierfür in geheimer Wahl den ehemaligen Kulturdezernenten Ferdi Walther ebenfalls einstimmig. Nach Gert Salzer und Wolfgang Weimershaus ist Ferdi Walther der dritte Ehrenvorsitzende in der fast siebzigjährigen Geschichte des Kreisverbandes und besitzt nun lebenslange Mitgliedschaft und Stimmrecht im Parteivorstand.

Bei den weiteren Wahlen wurden die Stadtverordneten Georg Schneider, Dr. Vera Langer und Dominik Schwagereit zu stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Schatzmeister bleibt Dr. Guido Kruse, der die Kasse trotz des engagierten Wahlkampfes mit nur kleinem Minus abschließen konnte. Europabeauftragter wurde wieder Bedrettin Yesirci. Zu Beisitzern im Vorstand bestimmte der Parteitag Monika Rinke, Sascha Lucas, Rainer Rist, Eva Dude, Dr. Hennig Stumpp, James Alford, Anne Golderer, Matthias Heusel, Rheinhold Beck, Jürgen Gebhard und Dr. Joachim Glasenapp.

mk

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