Es fehlte eine halbe Bootslänge

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Pullen fürs Stadtwappen: Die Achterfahrt des Offenbacher und des Frankfurter Bootes lockte viele Zuschauer an den Main.

Offenbach am Main - Am Ende trennte eine halbe Bootslänge den Offenbacher Achter vom erhofften Triumph. Von Dennis Düttmann

Tapfer hatten die Ruderer gegen die Frankfurter Titelverteidiger gekämpft, doch letztendlich sollte es nicht reichen: Vincent Wicker, Hendrik Arens, Christoph Beinert, Sebastian Haux, Robin Koßler, Maximilian Fränkel, Maximilian Föller, Maximilian Fay und Steuerfrau Silvana Angrisano landeten bei dem Derby auf dem Main nur auf dem zweiten Platz. Die euphorischen Anfeuerungsrufe der Offenbacher Fans am Ufer verliehen den Sportlern im Boot wohl nicht den erforderlichen Antrieb, um gegen die starke Konkurrenz von der anderen Mainseite zu bestehen.

Der Wettkampf der Stadtachter zwischen Frankfurt und Offenbach hat eine lange Tradition“, erklärte die Sprecherin des Wassersportvereins (WSV) Bürgel, Ruth Lösel. „Früher wurde das Rennen jedes Jahr veranstaltet, aber dann ist es in Vergessenheit geraten. Im vergangenen Jahr gab es erstmals wieder ein Kräftemessen der Nachbarstädte.“ Die Besetzung der Achter las sich wie ein Who is Who der nationalen Ruderelite: Bronze- und Silbermedaillen-Gewinner, deutsche Meister und Weltcup-Finalisten saßen bei dem Rennen in den Booten.

Zu der Regatta des WSV waren am Wochenende Sportler aus halb Deutschland an die Mainschleife gekommen. Ruderer aus Osnabrück und Schweinfurt, Mannheim und Gießen, Stuttgart und Ludwigshafen maßen auf der 500 Meter langen Strecke ihre Kräfte und legten sich ordentlich in die Riemen. „Nach den deutschen Meisterschaften am letzten Wochenende ist unsere Regatta so etwas wie ein gemütlicher Saison-Ausklang“, sagte Ruth Lösel. Zwölf-Jährige Nachwuchssportler rangen auf der Strecke zwischen Hunderennplatz und Bootshaus ebenso um den Sieg wie Senioren um die 70, die in der Masters-Klasse starten. „Im Gegensatz zum letzten Jahr sind dieses Mal unsere Jüngsten nicht so stark vertreten, weil in München gerade der Bundesentscheid der Kinder ausgetragen wird“, so Lösel.

Um richtig viel Geld ging es gestern beim Opel-Cup: Das Autohaus Georg von Opel hatte 4000 Euro für die Gewinner des Rennens der Vereinsachter ausgelobt. 2500 Euro gingen an den Sieger, 1000 Euro an den Zweiten und der Dritte durfte sich immer noch über ein Preisgeld von 500 Euro freuen. „Leider können wir nur vier Mannschaften an den Start bringen“, sagte Ruth Lösel. „Viele Vereine waren offenbar nicht in der Lage acht Leute für die Besetzung des Boots zusammen zu bringen.“

Während die Ruderer auf dem Wasser schwitzten, genossen die Zuschauer am Ufer einen herrlichen Sommertag. Bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Bier verfolgten sie spannende Rennen auf dem Main, feuerten ihre Favoriten an und schlossen Wetten auf den Sieger ab.

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