Ein Fest daraus gemacht

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Die Griechische Gemeinde Offenbach und Umgebung machte im Ledermuseum ein fröhliches Fest mit Musik, Tanz und Spezialitäten aus der Verleihung des Intergrationspreises. Vorsitzender Christos Michailidis und seine Stellvertreterin Milia Tsombanidou nahmen die Auszeichnung durch Bürgermeisterin Birgit Simon und Abelkader Rafoud (Vorsitzender des Ausländerbeirats) entgegen.

Offenbach ‐ Es war ein denkwürdiger Tag für die „Griechische Gemeinde Offenbach und Umgebung“. Also machten die Offenbacher Griechen ein Fest daraus, mit dem Duo „Do Re Mi“, das mit Bouzouki und Keyboard aufspielte. Von Ernst Buchholz

Die Jugendtanzgruppe des Vereins führte die typischen griechischen Reigentänze vor und beim Tanz des „Alexis Sorbas“ wollte der Applaus kein Ende nehmen. Garniert wurde der Abend mit griechischem Wein und passenden Leckerbissen aus der griechischen Küche. So manche Bekanntschaft aus früheren Jahren wurde bei dieser Gelegenheit wieder aufgefrischt.

Der Verein wurde 1975 von den Zuwanderern selbst gegründet, erklärte Bürgermeisterin Birgit Simon. „Zum zwölften Mal wird der Integrationspreis der Stadt Offenbach vergeben. Die Preisträger zeichnen sich aus durch herausragendes Engagement im Bereich der Integration von ausländischen Mitbürgern.“ Der Jury lagen mehrere Vorschläge vor, „ein Beweis für wirklich nachhaltiges und damit erfolgreiches Interesse für Integration und damit Partizipation in dieser Stadt“, betonte Simon.

Die Auszeichnung der Griechischen Gemeinde wurde einstimmig beschlossen. Das Projekt „Modellregion Integration ist für sie in diesem Zusammenhang ein „Arbeitsauftrag“. Die Teilnahme an der Modellregion ist für Offenbach eine Auszeichnung für die bisherige geleistete gute Integrationsarbeit und das gilt auch für die Griechische Gemeinde: Denn mit 3400 Menschen sind die Griechen die drittgrößte nichtdeutsche Population in der Stadt am Main.

Schon 1977 ein Treffpunkt für Zuwanderer

Der Vorsitzende des Ausländerbeirats, Abdelkader Rafoud, erinnerte in seiner Laudatio an die langjährige Geschichte der Organisation. Für ihn ist es eine große Ehre, dass der Integrationspreis zum ersten Mal an einen „Migrantenverein“ verliehen wird. Das „griechische Haus“ war schon 1977 ein Treffpunkt für Zuwanderer. Dort wurden praktische Anpassungshilfen gegeben. Die Gemeinde erinnert an die griechischen Nationalfeiertage, veranstaltet Musikabende, Vorträge zu Kunst und Politik und informiert über aktuelle soziale und rechtliche Themen. Es gibt Tanzkurse für alle Altersgruppen und eine aktive Frauengruppe. „Der Vorstand des Vereins ist paritätisch besetzt“, betont Abdelkader Rafoud. „Das Credo des Vereins ist, was die Gemeinde für die Stadt Offenbach tun kann.“ Das heißt, man begleitet Griechen zum Arbeitsamt, auf Ämter, gegebenenfalls zum Arzt und hilft bei der Wohnungssuche. „Die Griechische Gemeinde ist ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil Offenbachs geworden. Sie leistet ihren Beitrag zum Erhalt des sozialen Friedens, zur Völkerverständigung, fördert Begegnungen und gegenseitiges kulturelles Verständnis.“

In ihrem Grußwort von Generalkonsulin Stavroula Francoyanni Matthieu an die erste griechische Gemeinde im Leipzig des 18. Jahrhunderts. Zur Preisübergabe bat Birgit Simon den siebenköpfigen Vorstand auf die Bühne. Die Würdigung wird für „hervorragende Leistungen im Bereich der Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Stadt Offenbach“ verliehen. Er ist mit 1500 Euro dotiert. Der Vorsitzende des Vereins, Christos Michailidis, und seine Stellvertreterin Milia Tsombanidou bedankten sich für den Preis zweisprachig: Griechisch und Deutsch.

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