Festekonzept für die Innenstadt

Kulturprogramm „Alice im Sommerland“ startet

+
Derzeit werden die Hütten und Buden für das Kulturprogramm „Alice im Sommerland“ noch aufgebaut. Auch die mobile Bühne steht noch nicht. Ab dem 3. April wird es vor dem KOMM-Center unterschiedliche Veranstaltungen geben.

Offenbach - Zwölf Monate, zwölf Veranstaltungen. Um die Innenstadt zu beleben, schwebt Oberbürgermeister Felix Schwenke vor, jeden Monat einen „Magneten“ zu präsentieren. Noch steht das komplette Konzept nicht, einen ersten Vorgeschmack gibt es aber schon. Von Steffen Müller 

Mit Hilfe des Gewerbevereins Treffpunkt Offenbach startet nächste Woche vor dem KOMM-Center das Kulturprogramm „Alice im Sommerland“. Lesungen, Konzerte, Tanzvorführungen, Weinverkostungen, Theater, Ausstellungen. Die Palette an möglichen Veranstaltungen beim Kulturprogramm „Alice im Sommerland“ lässt sich beliebig fortführen – und bleibt vorerst vage. Denn einen detaillierten Plan für das im Optimalfall fünf Monate andauernde Festival auf dem Aliceplatz, das am Dienstag, 3. April, beginnt, gibt es noch nicht. „Der Veranstaltungskalender wächst im Laufe des Fests“, erläutert Klaus Kohlweyer, Vorsitzender des Gewerbevereins Treffpunkt Offenbach, der das Kulturprogramm mit initiiert und finanziert.

Das Konzept ist simpel: Der Gewerbeverein stellt auf den zentralen Platz eine mobile Bühne, auf der Künstler, Musiker, Autoren oder Vereine kostenlos auftreten können. Auch die Kosten der Infrastruktur, sprich Strom, Licht oder Reinigungsdienst, übernimmt der Treffpunkt Offenbach. Einige Programmpunkte stehen bereits fest. Beispielsweise liest der Theaterclub Elmar am Samstag, 14. April, die Märchen „Aschenputtel“ (12 Uhr) und „Tischlein deck dich!“ (13 Uhr). Gleichzeitig sind noch viele Zeiten auf der Bühne frei. Interessierte können sich jederzeit bei Klaus Kohlweyer melden, um sich für einen Auftritt zu bewerben.

Dass noch viele Termine nicht belegt sind, hat einen guten Grund. „Wir wollen flexibel bleiben“, sagt Klaus Kohlweyer. Bevor für jeden Tag ein Programm festgezurrt wird, soll erst geguckt werden, wie gut das Angebot von den Besuchern der Stadt angenommen wird. Schließlich muss sich die Finanzierung in die Infrastruktur auch lohnen. Daher hat der Magistrat der Stadt das Sondernutzungsrecht zum Bespielen des Aliceplatzes zunächst auf acht Wochen, bis zum 30. Mai, festgelegt – mit der Option auf eine Verlängerung bis Ende August. „Wir müssen einen Cut machen können. Wenn der Erfolg ausbleibt, bauen wir zurück“, erläutert Kohlweyer.

Bildergalerie: Offenbach damals und heute

Daher wird es in den letzten drei Monaten des Programms vorerst nur Veranstaltungen geben, die vom städtischen Kulturamt organisiert werden, etwa eine Tanzperformance des Theaters Antagon am 30. Juni. Um die Künstler in die Stadt holen zu können, steht dem Kulturamt ein niedriger fünfstelliger Betrag zur Verfügung. Für die Besucher sind sämtliche Veranstaltungen kostenlos.

Für Oberbürgermeister Felix Schwenke ist „Alice im Sommerland“ der erste Schritt zu einem Festekonzept in Offenbach. Der Kulturdezernent arbeitet derzeit an seinem Ziel, jeden Monat eine Veranstaltung in der Innenstadt zu präsentieren. Aber das dauert noch. „Wir hätten warten können, bis das Konzept fertig ist, haben uns aber entschlossen, ad hoc etwas anzubieten.“ Bei diesen Überlegungen spielte der Umbau des Marktplatzes eine gewichtige Rolle. Gerade in dieser Zeit sei es wichtig, Menschen in die Innenstadt zu locken, indem man ihnen etwas biete.

Diese kulinarischen Höhepunkte bietet der Wilhelmsplatz

Daher arbeiten an dem Kulturprogramm mehrere Akteure Hand in Hand. „Ich bin seit 30 Jahren dabei und erstmals haben wir es geschafft, Kräfte zu bündeln“, schwärmt Klaus Kohlweyer. Neben Stadt und Treffpunkt Offenbach beteiligt sich auch die Wirtschaftsförderung an dem Konzept, anliegende Cafés stellen zusätzliche Stühle auf, die die Besucher ohne Verzehrszwang nutzen können. Außerdem stehen auf dem Aliceplatz eine Hütte und mehrere Stehtische als Aufenthaltsmöglichkeiten bereit. Heinrich Michel, den die Besucher des Weihnachtsmarkts als Betreiber der Glühweinpyramide kennen, sorgt für wechselnde kulinarische Angebote.

Das Programm zu „Alice im Sommerland“ ist auf der Homepage von Stadt (www.offenbach.de/kultur) und Gewerbeverein (www.treffpunkt-offenbach.de) einsehbar und wird regelmäßig aktualisiert. Interessenten, die bei dem Festival auftreten wollen, melden sich bei Klaus Kohlweyer per E-Mail an kk@erko-gmbh.de oder Tel.: 0171/8462335.

Offenbach erleben: In Bildern durch die Waldstraße

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare