Feuchter Pfusch am Neubau des Klinikums

Offenbach ‐ Zum zweiten Mal seit Bezug im Juni 2010 leidet der Neubau des Klinikums Offenbach unter einem Wasserschaden. Wie die Verantwortlichen gestern mitteilten, ist seit 21. Januar bekannt, dass sich in der Strahlenklinik im Untergeschoss Feuchtigkeit und teilweise stehendes Wasser ausgebreitet haben. Von Thomas Kirstein

Die am stärksten betroffenen Räume wurden am Wochenende geschlossen. Bereits im März 2011 war von feuchtem Pfusch im Klinik-Neubau zu berichten: Damals bestätigte die Klinikleitung unserer Zeitung vorliegende Informationen, nach denen ein massives Nässeproblem in der „Ebene -1“ bestand. Damals war Wasser über unzureichend abgedichtete Wände der Lichthöfe im südlichen Teil des Krankenhauses eingedrungen. Büros der Strahlenphysik wurden geschlossen, die Pathologie zog vorsorglich um. Dies soll mittlerweile behoben sein.

Der aktuelle Schaden verdankt sich nach ersten Erkenntnissen einem derzeit extrem hohen Grundwasserspiegel, gegen den die Betonwanne des Gebäudes nicht ausreichend geschützt sein dürfte. Der am stärksten betroffene Teil der Strahlenklinik wurde mit einer Wand hermetisch abgeschlossen. Ein Linearbeschleuniger für die Krebs-Strahlentherapie ist abgeschaltet. Eine Gefahr für Patienten, etwa durch Schimmel oder Radioaktivität, habe nie bestanden, versichert Prof. Dr. Nikolaos Zamboglou, der Chef der Strahlenklinik.

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