Filme gegen das Rauchen

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Für den Anfang schießen die Freunde- und Förderer der Hochschule für Gestaltung 750 Euro für Material zu. Der Scheck, den Klaus Hansen (Zweiter von rechts) an Professorin Rotraud Pape (links neben ihm) überreichte, kam bei den Studenten, die für die Anti-Raucher-Kampagne der Leos drehen, bestens an.

Offenbach ‐ Die Aussicht wirkt bestechend: Am 8. Oktober dieses Jahres ist der Veranstaltungstempel Capitol prall gefüllt mit Offenbacher Schülern, die sich beeindruckt Kurzfilme von Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) anschauen - und die danach keinen Glimmstängel mehr anrühren. Von Thomas Kirstein

Anschließend wiederholt sich Ähnliches in anderen Städten Hessens: Denn die filmischen Anti-Raucher-Kampagne geht von Offenbach aus auf Tournee durchs Land. Die Idee hinter der Aktion stammt von den „Leos“ des Clubs Sophie von La Roche. Auf der Suche nach einer Aufgabe für das gebotene soziale Engagement ist der Nachwuchs des Offenbacher Lions-Clubs Lederstadt auf die Idee gekommen, etwas für die Gesundheitsaufklärung junger Leute zu tun, was nichts mit dem üblichen erhobenen Zeigefinger von Erwachsenen zu tun hat. „Um eine hohe Identifikation mit der Zielgruppe zu erreichen“, wie es im Konzept der Leos Caroline Glaab und Jannik Froneberg heißt, sollen junge Leute mit jungen Leuten kommunizieren.

Als kreativer Partner für eine Kampagne gegen das Rauchen drängte sich die heimische Kunsthochschule geradezu auf. Bei der HfG kam die Idee gut an. 15 Studenten von Film- und Video-Professorin Rotraud Pape werden die zwei bis zehnminütigen Beiträge drehen, auch als Teil ihrer Prüfungsaufgaben. Avisiert sind sowohl Animations- als auch Realfilme.

Deutsche Herzstiftung und AOK bereits mit im Boot

Als Zuschuss zu den Kosten für Material und Ähnliches hat der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule der Studentengruppe jetzt 750 Euro spendiert. Auf weitere Sponsoren für die gesamte Kampagne wird gesetzt.

Dank guter Verbindungen der „großen“ Lions sind die Deutsche Herzstiftung und die AOK Hessen bereits mit im Boot. Regionale Schulen wurden eingespannt, um das Projekt nicht auf eine einzige lokale Vorführrunde - bei der nach Möglichkeit regionale Sport-Prominente mitwirken sollen - am letzten Tag vor den Oktoberferien zu beschränken. Nach den Ferien solle das Thema weiter Unterrichtsinhalt sein, und zwar fächerübergreifend. In Biologie, Kunst und Sozialkunde oder Ethik werden sich die Schüler sowohl mit den Folgen des Rauchens als auch den Filmen selbst beschäftigen.

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