Feuershow mit Supertalent

Offenbach - Sie lieben das Spiel mit dem Feuer - und sie beherrschen dieses Spiel: Die Firedancer. Sie verbinden Tanz und Akrobatik mit einer spektakulären Feuershow. Auf dem alten Industriegelände Fredenhagen probt die Gruppe für ihr neues Programm „Firedancer in Concert“. Von Bettina Link

Gemeinsam mit dem Panflötenspieler und Gewinner der Fernsehshow „Supertalent“, Leo Rojas, touren sie durch ganz Deutschland. Christian Weiß, der Gründer der Firedancer, kennt die Feuertanzshow aus seiner Zeit in Neuseeland und Australien. „Ich habe die Feuerartistik nach Deutschland mitgebracht“, erzählt der Gründer. Was 2002 mit einem Hobby angefangen hat, ist mittlerweile für ihn und viele seiner Tänzer zum Beruf geworden. „Angefangen habe ich mit ein paar Freunden, wir haben das in unserer Freizeit gemacht“, erzählt Weiß, der mit der Generalprobe in den letzten Zügen der zweijährigen Vorbereitung steckt.

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Die schweißtreibende Arbeit mit dem Feuer hinterlässt Spuren - auch auf der Haut. Denn ganz ungefährlich ist der Tanz mit den Flammen nicht, wie der Arm von Christian Weiß verrät. Aber das sei alles halb so wild, wie er versichert: „Diese kleinen Verletzungen sind völlig harmlos.“ Als bei der Generalprobe die Haare eines Tänzers kurz Feuer fangen, beeindruckt das den Artisten wenig, „so was muss man dann aushalten“, sagt Weiß. Abgeschreckt hat das Feuer bisher kaum einen, wie die Zahl der Mitglieder bestätigt: Von anfänglich 15 Tänzern ist die Gruppe mittlerweile auf 36 Mitglieder angewachsen.

Respekt, aber keine Angst vor dem Feuer

Im Jahr 2006 gründete Weiß die „Firedance GmbH“ sowie eine Feuerschule, die ebenfalls auf dem Gelände Fredenhagen untergebracht ist. Nachdem die Tänzer an verschiedenen Orten im Kreis Offenbach, unter anderem in Dreieich, trainierten, haben sie sich Anfang 2011 auf dem Industriegelände in Offenbach niedergelassen. Neben den eigenen Trainingstagen bietet die Feuerschule auch Workshops und ein offenes Training an. „Interessierte können hier einfach ausprobieren, was wir machen“, so Weiß, der zwischen 100 und 150 Shows jährlich mit seine Tanzgruppe zeigt.

Am 8. Juli kommen die Firedancer und Leo Rojas nach Neu-Isenburg. Informationen gibt es im Internet.

Bei dem Tanz mit dem Feuer ist Koordination gefragt, „das ist ein gutes Training für das Gehirn“, meint Weiß. Respekt vor dem feurigen Tanzpartner sei wichtig, aber Angst dürfe man nicht haben. Doch bevor das Feuer ins Spiel kommt, muss der Tanz sitzen. Bei den offenen Trainings, die ab sofort wieder donnerstags stattfinden, werden die Teilnehmer langsam an das Feuer herangeführt. In ihrem neuen Bühnenprogramm wollen die Akrobaten die Zuschauer mit einbeziehen. „Wir verbinden außerdem erstmals Live-Musik und Tänzer: Die Musiker wirken bei der Choreographien mit und die Tänzer machen auch Musik.“

Rubriklistenbild: © Thorsten Fuchs

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