Firmen fehlen Bewerber für Lehrstellen

Frankfurt/Offenbach - (dpa/ku) Offenbacher und Frankfurter Firmen haben zunehmend Probleme, geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden.

Aus Sicht der Unternehmen stellt sich der Ausbildungsmarkt nicht so günstig dar“, sagte Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK), gestern. Einem Bewerber, der im August noch keinen Vertrag unterschrieben hatte, standen im Schnitt trotz Krise 2,8 Lehrstellenangebote gegenüber. Im IHK-Bezirk verzeichneten die Unternehmen fast 14 Prozent weniger Bewerbungen aus Hessen als im Vorjahr. Insgesamt blieben laut Arbeitsagentur 1 237 Lehrstellen unbesetzt.

„Wir spüren das gleiche, was die Kollegen in Frankfurt spüren“, erklärte Friedrich Rixecker, bei der IHK Offenbach zuständig für Aus- und Weiterbildung, unserer Zeitung. In Stadt und Kreis gebe es ebenfalls zunehmend weniger Bewerber. Zudem sei die Qualifikation der Bewerber ein Problem. Rixecker beklagte Defizite mein Schreiben, Lesen, Rechnen und beim Sozialverhalten. Verantwortlich dafür machte er das Elternhaus. „Wir brauchen Schulsozialarbeit“, verlangte der IHK-Experte.

Kurz nach Beginn des Ausbildungsjahres gibt es in Stadt und Kreis Offenbach noch mehr als 100 freie Lehrstellen. Gestern fand in der IHK die Ausbildungsplatzbörse statt, zu der etwa 80 Jugendliche kamen. Sie wurden beraten. Geeignete Bewerber hätten Lehrstellenangebote erhalten, teilte die IHK weiter mit.

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