Wo Fitness fabriziert wird

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Peter Walther, Markus Patsch, Rolf-Dieter Elsässer, Helmut Schmidt und Dr. Rainer Lehmann (von links) präsentieren das neue Logo der ESO-Sportfabrik.

Offenbach - Es war ein langer Weg bis zur neuen Sporthalle für die TSG Bürgel, der im Herbst 2008 begann und nun am 26. August zu Ende geht. An besagtem Tag nämlich wird die „ ESO-Sportfabrik “ offiziell eröffnet. Von Alexander Kroh

Insgesamt 4,2 Millionen Euro kostete der Bau, der zu 100 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde. Das Land Hessen steuerte 200.000 Euro bei, eine Millionen bekam der Verein aus dem Konjunkturpaket, den Rest von der Stadt Offenbach.

Als Sponsor hat die TSG Bürgel die Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft ESO gewonnen, die künftig als Namensgeber für die neue Halle fungiert. 10 000 Euro im Jahr lässt sich die ESO die Namensrechte kosten. „Uns war es wichtig, ein regional engagiertes Projekt mit zu fördern“, sagt Peter Walther, Geschäftsführer von Stadtwerke-Holding und ESO. Dafür sei die TSG Bürgel der ideale Partner. Außerdem wolle man mit der Partnerschaft auch Angebote für die eigenen Mitarbeiter schaffen, ergänzt Markus Patsch, der technische ESO-Geschäftsführer. Vor allem die gewerblichen Mitarbeiter der ESO seien bei ihrer täglichen Arbeit großen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Rückenschulungen und Fitnesskurse, die in der Mehrzweckhalle stattfinden könnten, seien deshalb besonders interessant für den Stadtbetrieb.

Der Name „Sportfabrik“ ist übrigens keine Erfindung des Vereins. Es gibt in Deutschland mehrere Sportstätten mit diesem Namen. In Bürgel war er zunächst nur Arbeitstitel. Doch als klar wurde, dass die Halle zum großen Teil aus Stahl und nicht, wie zunächst geplant, aus Holz gebaut werden würde, beließ man es dabei. Mit „Sportfabrik“ soll „der Stahl im Baustil bewusst betont werden“, erklärt Dr. Rainer Lehmann vom Förderverein der TSG.

Auch Schulklassen dürfen Halle wieder nutzen

Neben den zahlreichen Mannschaften der TSG Bürgel sollen die Halle auch andere Vereine nutzen dürfen. Konkretes werde es aber erst nach Absprache mit dem Sportbüro zu vermelden geben, meint Rolf-Dieter Elsässer, erster Vorsitzender der TSG. Auch Schulklassen, die gegenwärtig noch die baufällige Jahnhalle für ihren Sportunterricht nutzen, werden künftig in der schmucken Sportfabrik exzellente Bedingungen vorfinden.

Der gesamte Neu- beziehungsweise Umbau besteht aus der Mehrzweckhalle, einer Drei-Felder-Tennishalle mit einem besonders gelenkschonendem Belag und einer barrierefreien Sechs-Bahn-Kegelbahn. Zudem wird es einen Gymnastik- und Fitnessraum, mehrere Umkleideräume sowie ein Vereinsarchiv geben, das nach der jahrelangen Geschichte des Vereins dringend gebraucht wird. „Da kommen mit den Jahren schon ein paar Regalwände zusammen“, erklärt Elsässer.

In dreieinhalb Wochen wird die neue Halle mit einem bunten Rahmenprogramm feierlich eingeweiht. Als Höhepunkt erwartet die Besucher ein Handballspiel der TSG gegen ein Gold Star Team, bestückt mit Handballkoryphäen wie Heiner Brand oder Stefan Kretschmar.

Mit den Bauarbeiten sei man bis dahin in jedem Fall fertig, lediglich der Stromanschluss und ein paar „Finishing-Arbeiten“ im Aussenbereich fehlten noch, sagt Vorsitzender Elsässer. „Und natürlich das Anbringen des Logos“, ergänzt ESO-Chef Walther. Natürlich.

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