Bald im Rumpenheimer Bürgerhaus

„Flaggstaff“: Nicht nur für Linedancer

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Flaggstaff mit dem Rumpenheimer Gunther Köhler (vorn) sorgen in Hallen und Festzelten für Stimmung und geben Linedance-Fans den Takt vor.

Offenbach - Wenn „Flaggstaff“ auf der Bühne den Viervierteltakt vorgibt, tanzen die Menschen direkt davor meist nicht paarweise miteinander, sondern, möglichst synchron, in Reihen neben- und hintereinander. Von Thomas Kirstein

Einstudierte Choreographien bilden diesen „Linedance“, den der Laie tunlichst nicht mit dem „Square Dance“ verwechselt, bei dem ein „Caller“ vier Paare kommandiert. Für die riesige Linedance-Gemeinde des Rhein-Main-Gebiets wird das Rumpenheimer Bürgerhaus am 3. Januar zum Mekka: „Flaggstaff“ gehört zu den bevorzugten Bands der hiesigen Szene und bittet, auf eigene Faust, zum ersten Mal in den Offenbacher Stadtteil. Vergangenes Jahr wurde in Mühlheim gespielt und getanzt, in ausverkaufter Halle. Der diesjährige Ort drängte sich förmlich auf. Wenngleich Flaggstaff als Countryband aus Aschaffenburg firmiert, liegt ein musikalischer Nukleus doch in Rumpenheim direkt um die Ecke bei Dr. Gunther Köhler.

Ein Clip mit Schnipseln aus dem Album „Stomping Grounds“, das am 3. Januar im Bürgerhaus Rumpenheim vorgestellt wird:

Audio

Der geborene Hanauer des Jahrgangs 1965 ist, wenn’s ums Komponieren und Texten geht, die kreative Zelle von Flaggstaff. Hauptberuflich wirkt der habilitierte Biologe am Frankfurter Senckenberg-Forschungsinstitut als Kurator der Herpetologie, ist also der Oberexperte für Amphibien und Reptilien. Begeisterung für die zuvor eher distanziert betrachtete Country- und Westernmusik entwickelte er während eines Aufenhalts in Florida. In seinem Keller in der Rohrstraße hat Köhler ein kleines, aber feines Tonstudio eingerichtet. Dort sind bereits etliche CDs entstanden. 2006 und 2007 gab es für „Rodeo Man“ die Deutschen Rock- und Pop-Preise in den Country-Kategorien. Auch die neueste Scheibe mit dem Titel „Stomping Grounds“, die am 3. Januar im Bürgerhaus am Pfaffenweg vorgestellt wird, ist sozusagen ein Rumpenheimer Gewächs. Alle Stücke hat der Musiker geschrieben, der bei Flaggstaff für Steel Guitar, Gitarre, Mandoline, Banjo und Satzgesang zuständig ist.

„Ich hatte im Januar eine ziemlich kreative Phase, und in vier Wochen war alles fertig“, erzählt Köhler. Vor der Aufnahme standen Tests, ob die Songs beim Publikum ankommen: „Es ist wichtig, dass sie sich auf der Bühne bewähren.“ Was nicht passt, schafft es nicht auf die CD. „Stomping Grounds“ ist ein feines Stück zeitgemäßer Country. In den zehn Tracks mischt sich klassische Westernmusik auch mit Elementen des Glamrock der Siebziger, schwebt sauberer Lead- und Satzgesang über abwechslungsreiche Instrumentierung. Live setzen Köhler und Frontmann Holger Ehrmann (Gesang, Gitarre) , Schlagzeuger Heinrich Glagla, Bassist Paul Schneider. und Bluesharper Norbert Cebula auch auf Coverversionen. Im Flaggstaff-Repertoire treffen die Tradition von Nashville und aktuellere US-Country-Charts auf Rock und Pop. Tribut gezollt wird Klassikern wie Willie Nelson und Johnny Cash ebenso wie ihren Nachfolgern Alan Jackson oder Brad Paisley, dazu gesellen sich die Eagles oder die Steve Miller Band.

So wirkt Musik auf unseren Körper

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Wer das am 3. Januar von 20 bis 24 Uhr im Bürgerhaus Rumpenheim erleben möchte, kann Karten (9 Euro) unter Tel.: 069/86777266 oder E-Mail herpeton@t-online.de bestellen. Oder Morgen (17.12.2014) um 15 Uhr die Offenbach-Post-Nummer 069/8570681 wählen: Die ersten fünf Anrufer gewinnen je zwei Eintrittskarten.

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