Verzauberte Tattoos und Kochtipps

"Flamongos": Mundstuhl heizen im Capitol Offenbach ein

Die „Flamongos“ begeisterten in Offenbach. Foto: a2bildagentur
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Die „Flamongos“ begeisterten in Offenbach. Foto: a2bildagentur

Offenbach – Was bedeutet eigentlich das Kofferwort „Flamongos“? Nicht nur diese Frage wurde am Samstagabend im Offenbacher Capitol von dem hessischen Comedy-Duo Mundstuhl bei ihrem gleichnamigen Programm geklärt. Von Sebastian Krämer 

Gleich zu Beginn schlüpften die Comedians Lars Niedereichholz und Ande Werner in grell-pinke Flamingokostüme, während der zweite Teil des Wortes („Mongos“) einer von vielen Minderheitenwitze an diesem Abend ist. Dabei toben sich die beiden Frankfurter bei ihrem 90-minütigen Programm in den unterschiedlichsten Rollen aus.

Nicht fehlen dürfen dabei ihre bekanntesten Dragan und Alder. In diesen Rollen gelang den beiden Rockmusikern 1997 der Durchbruch im Comedy-Business. Kein Wunder also, dass die „Erfinder und Leitsterne der Kanakcomedy“ (Zitat Mundstuhl) auch beim farbenfrohen Auftritt im voll besetzten Saal mit ihrer Diskussion über Gucci und andere Statussymbole zu den Highlights des Abends zählten. Wo andere Comedians eher das feinsinnige „Humorflorett“ schwingen, greifen die TV-Stars lieber zur gröberen, derb-schwarzhumorigen „Schmetteraxt“. So etwa, als sie die alleinerziehenden Dating-App-Expertinnen Peggy und Sandy über eine verzauberte Oberschenkeltätowierung plaudern lassen. Wenn man an diese sein Ohr lege, könne man das Meer riechen.

Wenig zimperlich geht auch die von Niedereichholz verkörperte Figur Andi mit seiner Freundin um, als er ihr anstelle einer operativen Brustvergrößerung das Reiben der Oberweite mit Toilettenpapier empfiehlt. Schließlich habe dies ja bei ihrem voluminösen Hinterteil funktioniert.

Wer auf Kochtipps hofft, wird an diesem Abend ebenfalls nicht enttäuscht. Grillexperte Grillschorsch verrät etwa, dass sich jedes Tier grillen lasse. Allerdings müsse man bei Katzenschenkeln auf die Krallen achten, da man sich mit diesen den Mundraum verletzen könne.

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Zauberhaft wird es schließlich beim Auftritt der Illusionisten Sickroy und Fried: So bekommt Fried von dem Geruch einer Tigerdecke eine Erektion, wodurch Sickroy ungewollt „Hand anlegen muss“. Pikanterweise sei die Decke aus dem Tiger gefertigt, der Fried in den Kopf gebissen habe. Wesentlich friedlicher ist da schon der Auftritt der beiden Friedensaktivisten Torben und Malte, bei denen der Name ihrer Organisation „No Pressure“ (Kein Druck) Programm zu sein scheint. Abgerundet wird der Abend durch die musikalischen Beiträge des Duos – Standing Ovations und tosender Beifall für das mittlerweile zehnte Bühnenprogramm.

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