Ausnahmezustand in der Region

A3: Experten mit Bombenjob

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Nichts geht mehr: Der Verkehr wurde nach der Vollsperrung auf der A3 bei der Abfahrt Obertshausen abgeleitet.

Offenbach - Ein Bombenfund auf der A3 hat die Region gestern Abend in Atem gehalten. Auch den Kampfmittelräumdienst: Die 50.000 Luftbilder der Alliierten aus dem Zweiten Weltkrieg sind für die Männer mit dem „Bombenjob“ von unschätzbarem Wert.

Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen den Experten des hessischen Kampfmittelräumdienstes die Bombenteppiche, die britische und amerikanische Piloten bei ihren Angriffen damals hinterlassen haben. Das Expertrenteam ist zentral beim Regierungspräsidium Darmstadt angesiedelt.

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Mehr als 100 Tonnen Bomben, Granaten und Minen holen die Männer jährlich in Hessen aus dem Boden. Blindgänger liegen in einsamen Gegenden, wo noch nie einer gesucht hat, und auch im Bereich militärisch wichtiger Ziele wie etwa dem Flughafen. Der Kampfmittelräumdienst sucht auf staatlichen Flächen auch selbst nach Blindgängern, er hilft Firmen und Privatleuten. Doch trotz aller Sicherheitsvorkehrungen bleibt das ein gefährlicher Job: 1990 starben der damalige Leiter der hessischen Einrichtung und sein Vertreter bei einer Bombenentschärfung.

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dpa/psh

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