Fliegerbombe entschärft

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Die Bombe ist entschärft, der Zünder wird verstaut.

Offenbach (mad) - Um 16.57 Uhr ist es geschafft: Gerhard Gossens und Hans-Jürgen Keller haben ihren gefährlichen Job erledigt. Gossens ist Leiter des Kampfmittelräumdienstes beim Regierungspräsidium Darmstadt, Keller kommt von der auf die Entschärfung von Blindgängern spezialisierten Firma Tauber.

Die beiden machen gestern Nachmittag im Innenhof des Hauses Löwenstraße 12-14, einem noch unbewohnten Neubau auf dem ehemaligen Opel-Gelände, eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich.

Zuvor werden die um den Innenhof liegenden Häuser, in denen sich vorwiegend Firmen befinden, sowie die gegenüberliegende Kita evakuiert. Rund sind 70 Menschen sind betroffen. Die Löwenstraße ist zwischen Ludwig- und Rödernstraße dicht, sogar der Luftraum wird ab 16.30 Uhr für die Dauer der Entschärfung gesperrt.

Der 50 Kilogramm schwere Sprengsatz war bereits am Vormittag gegen 10.45 Uhr bei Aushubarbeiten für Parkplätze entdeckt worden. Die Kampfmittelräumer werden informiert und erkennen schnell: Um den verrosteten Zünder unschädlich zu machen, brauchen sie besonderes Werkzeug. Die Spezialsäge zum Herausschneiden der Sprengkapsel muss aus Mittelhessen herangeschafft werden, was die Aktion verzögert. Gegen 16.15 Uhr ist die Säge da, die an eine große, mit Elektromotor versehene Werkbank erinnert. Gossens und Keller wirken entspannt. Trotzdem: „Das ist nie Routine. Jeder Fall ist anders“, sagt Gossens. Ohne Schutzkleidung, „weil die eh nichts bringt“, verschwinden die beiden im Innenhof, um ihrer potentiell explosiven Beschäftigung nachzugehen.

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