Privatem Gewerbeobjekt fehlen Duschen

Flüchtlinge: Schneller Umzug in Kaiserlei-Immobilie eher fraglich

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Dieses Gewerbeobjekt samt Bürotrakt am Kaiserlei wird als Erstaufnahme-Einrichtung für die Flüchtlinge hergerichtet. Wann der Umzug von den Turnhallen dorthin erfolgt, ist unklar.

Offenbach - Die Unterbringung von mehreren Hundert Flüchtlingen in den drei Schulsporthallen soll lediglich eine Übergangslösung sein.

Angestrebt ist ein möglichst schneller Umzug der Menschen in ein privates Gewerbeobjekt am Kaiserlei, wo eine rund 4 000 Quadratmeter große Halle plus ein dreigeschossiger ehemaliger Bürotrakt derzeit leer stehen. Dessen sofortige Nutzung für bis zu 1 000 Flüchtlinge und damit der Verzicht auf die Unterbringung in Turnhallen scheitert bislang an der nicht mehr funktionierenden Wasserversorgung an dem Standort. Während eine Heizung vorhanden ist und der Zustand der Räumlichkeiten auch sonst geeignet ist, mangelt es vor allem daran.

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Wann diese Wasserversorgung gewährleistet werden kann, ist völlig offen: Offenbachs Feuerwehr-Chef Uwe Sauer machte jedoch unmissverständlich klar, dass mit einem Umzug der Flüchtlinge in die Immobilie am Nordring nicht in den nächsten Tagen zu rechnen ist. Die noch am Freitag von der Landesregierung via Pressemitteilung verbreitete optimistische Annahme, wonach die Halle bereits Mitte dieser Woche nutzbar sein könnte, bezeichnete der Leiter des Führungsstabs schlicht und einfach als „unseriös“.

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Dass er diese Hoffnung dämpfen muss, liegt in erster Linie an den für das Objekt benötigten Dusch-Containern. Für 1 000 Menschen würden etwa 100 solcher Container gebraucht, rechnet der Amtsleiter vor. „Doch der Markt ist derzeit auf Grund der bundesweiten Situation leergefegt“, bedauerte Sauer.

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Eine Prognose, wann der Umzug aus den belegten Sporthallen an den Nordring möglich ist, mit dem dann auch der Übergang der Zuständigkeit für die Flüchlinge von der Stadt Offenbach auf das Land Hessen verbunden wäre, wollten weder Uwe Sauer noch Oberbürgermeister Horst Schneider wagen. Weshalb sie auch nicht die Befürchtung zerstreuen konnten, das könne noch Wochen dauern.

mad

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