Einrichtung in der Kaiserleistraße 19 wird geschlossen

Flüchtlingsheim zieht um: Ex-Honeywell-Haus neuer Standort 

Offenbach - Änderung bei den Flüchtlingsunterkünften in Offenbach: Die bisherige Einrichtung in der Kaiserleistraße 19 wird Ende des Monats geschlossen, dem Betreiber wurde gekündigt. Das Land wird die Immobilie nur noch als Reserve vorhalten.

Dafür ist laut neuem Standortkonzept der Landesregierung die von der Stadt mittlerweile hergerichtete Unterkunft im früheren Honeywell-Bürohaus in der Kaiserleistraße 39 neue Außenstelle der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen. Mieter des Gebäudes ist inzwischen das Land Hessen, nachdem die Stadt das Haus übergeben hat. In der neuen Unterkunft in können bis zu 1000 Menschen untergebracht werden. Und die Stabsstelle „Offenbach hilft“ kann voraussichtlich ihre erfolgreiche Flüchtlingsarbeit fortsetzen. „Wir warten auf ein Signal des Landes und des neuen Betreibers wie es in Offenbach weitergeht. Offenbach hilft ist gerüstet und wir versuchen die Freiwilligen bei der Stange zu halten“, so Monika Pröse von der Stabsstelle. Sie wünscht sich, dass die Arbeit kontinuierlich weitergehen kann.

Das Honeywell-Gebäude liegt in einem Gewerbegebiet nahe dem Kaiserlei-Kreisel, unweit der bisherigen Flüchtlingsunterkunft. Eine dauerhafte Nutzung von Büros als Wohnungen ist dort nicht zulässig. „Langfristig wollen wir das Gewerbegebiet mit dem Umbau des Kaiserlei-Kreisels weiter entwickeln und damit mehr Arbeitsplätze für Offenbach gewinnen“, sagt Oberbürgermeister Horst Schneider. Wohnen zwischen Autohäusern und Gewerbebetrieben mit viel Lieferverkehr sei für die Flüchtlinge auf Dauer nicht zumutbar und fördere die Integration nicht, so Schneider. Offenbach hoffe deshalb, dass es bald nicht mehr notwendig sein werde, große Erstaufnahme-Einrichtungen zu unterhalten.

Bilder: Einblicke in die Notunterkünfte für Flüchtlinge

mad

Rubriklistenbild: © dpa

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