Betreibervertrag für Offenbach nicht verlängert

Flüchtlingslager auf dem Prüfstein

Offenbach - Die Offenbacher Dependance der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen steht womöglich vor der endgültigen oder vorübergehenden Stilllegung.

Darauf deutet hin, dass der bis 30. April befristete Vertrag mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Mittelhessen vom Regierungspräsidium (RP) nicht verlängert wurde. RP-Sprecher Dieter Ohl wollte zur Zukunft des Flüchtlingslagers an der Kaiserleistraße 19 keine Stellung nehmen und wies auf die Zuständigkeit des hessischen Sozialministeriums hin.

Esther Walter, Sprecherin von Ressortchef Stefan Grüttner, teilte auf Anfrage einen Zwischenstand mit: Die Landesregierung erarbeite derzeit ein aktualisiertes Standortkonzept, das auch auf den Rückmeldungen aus den Kreisen und Kommunen basiere. „In den kommenden Wochen entscheiden wir auf dieser Basis, welche Liegenschaften als Einrichtung oder als Reserve, sogenannte Stand-by, beibehalten und welche gegebenenfalls aufgegeben werden“, so Walter. Es werde noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis die endgültige Planung des Landes vorgestellt werden könne.

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Derzeit befinden sich 13.051 Flüchtlinge in hessischen Einrichtungen Davon leben 479 in Neu Isenburg und 136 in Offenbach, wo im Oktober eine 4000 Quadratmeter große Immobilie vom Land gemietet und für bis zu 1000 Menschen hergerichtet worden war. (tk)

Bilder: OFC-Chancencamp für Flüchtlinge

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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