Fluglärm und Nachtflugverbot

Stadt analysiert Beschwerden über Fluglärm

Offenbach (mt) - Zu früh, zu spät, zu laut, zu viele: Diese Gründe veranlassen Anwohner um den Flughafen, zum Hörer zu greifen. Die Stadt Offenbach will untersuchen, wie ernst die Betreibergesellschaft Fraport Beschwerden nimmt.

Sie bittet Bürger, ihre Erfahrungen mit dem Beschwerdemanagement mitzuteilen. Zur Erinnerung: Zwischen 23 und 5 Uhr finden entsprechend einem Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs keine planmäßigen Flugbewegungen statt, von 0 bis 5 Uhr gemäß Planfeststellungsbeschluss nur in Ausnahmefällen. Tatsächlich gab es im Mai 217 Starts und Landungen in der Flugverbotszeit. Zwei Flüge starteten um 0 Uhr, einer um 0.01 Uhr; die Freigabe sei kurz vor Mitternacht erfolgt. Nur in drei Nächten blieb es ruhig. Auch im Juni kam es zu zahlreichen Ausnahmegenehmigungen, allein am 21. Juni 50 Flüge aufgrund eines Engpasses wegen eines Unwetters.

Mindestens eine Telefonnummer ist daher bei vielen Lärmgeplagten gespeichert – entweder die der Fraport (0800/2345679) oder die der Deutschen Flugsicherung (06103/707-0). Dort sammeln Callcenter-Mitarbeiter die Beschwerden. Diese werden an die Fachabteilungen weitergeleitet, der Sachverhalt wird überprüft und eine Stellungnahme versandt.

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Die Stadt will wissen: „Welche Gründe hatten Sie, um sich ans Beschwerdemanagement zu wenden? Wie war die Reaktion des Unternehmens? Haben Sie zeitnah eine Antwort von Fraport oder DFS erhalten? In welcher Form (E-Mail, Brief)?“

Teilnehmer schicken die Antwortbriefe mit Angabe des Beschwerdegrunds an die E-Mail-Adresse laermxxl@offenbach.de. Sofern sie einer Veröffentlichung ihrer Daten nicht ausdrücklich zustimmen, werden alle Einsendungen anonymisiert behandelt und ausgewertet.

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