Parlament beschließt Forderungskatalog

Gemeinsam gegen Terminal 3

Offenbach - Der Schutz vor Fluglärm war Thema in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. Mit großer Mehrheit beschlossen die Parlamentarier einen Vorstoß zu Verhinderung des geplanten Terminal 3 und erneuerten einen Beschluss vom September 2013 zu Entlastung Offenbachs.

So wurde der Magistrat zunächst beauftragt, sich beim Flughafenbetreiber Fraport, wie auch in allen geeigneten Gremien, dafür einzusetzen, dass der Bau eines dritten Terminals nicht wie vorgesehen, in angriff genommen wird. Zudem soll die Stadtregierung ausloten, ob sich eine lärmentlastende Wirkung für Offenbach ergibt, wenn die Centerbahn grundsätzlich nicht mehr für Landungen zu Verfügung stünde und ausschließlich zu Rangierzwecken genutzt würde.

Alles zum Thema Fluglärm in der Region

Schließlich bekräftigte das Stadtparlament seinen 2013 verabschiedeten Zehn-Punkte-Katalog zur Verringerung des Fluglärms über Offenbach. Dieser beinhaltet:

  • eine deutliche Reduzierung der Fluglärmbelastung durch eine Lärmobergrenze und die Deckelung der Anzahl von Flugbewegungen
  • die Erstellung einer Luftverkehrsprognose unter Berücksichtigung der aktuellen nationalen, europäischen und internationalen Entwicklungen
  • die Rücknahme der großflächigen Siedlungsbeschränkung in Offenbach
  • ein Nachtflugverbot in der gesetzlichen Nacht von 22 bis 6 Uhr
  • die schrittweise Reduzierung der Rückenwindkomponente
  • einen dauerhaften finanziellen Ausgleich für alle lärmbelasteten Kommunen
  • die Erhöhung des Anflugwinkels auf 3,5 Grad
  • eine Verlegung der Landeschwellen auf der Süd-Bahn um 1 500 Meter bahn-einwärts
  • die regelmäßige Nutzung des segmentierten Anflugverfahrens
  • eine vorgeschaltete, ergebnisoffene Bürgerbeteiligung. (mad)

Protest gegen Terminal 3

Zeppelinheim: Protest gegen Terminal 3

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare