Stadt möglichst umfliegen

VGH verhandelt heute Flugrouten-Klage

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Tag der Entscheidung für Offenbach: Heute verhandelt der VGH in Kassel über die Klage der Lederstadt.

Offenbach - Vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel wird heute die Klage Offenbachs zu den Flugrouten verhandelt, die über dem Stadtgebiet verlaufen. Beobachter rechnen nicht damit, dass unmittelbar nach der Verhandlung ein Urteil verkündet wird.

Flughafendezernent Peter Schneider (Grüne) geht davon aus, dass das Gericht heute zumindest „eine Tendenz“ erkennen lässt.

Ziel der Offenbacher Klage ist zunächst die Feststellung, dass die Landeanflüge über dem Stadtgebiet auf die Südbahn und die Landebahn Nordwest rechtswidrig festgesetzt wurden. Beklagt wird dabei, dass nicht alle Alternativen geprüft und in die Abwägung einbezogen worden seien.

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Als Verfahren, welches Offenbach entlasten würde, wird an erster Stelle der segmentierte Anflug aufgeführt: Ergänzend zu den bisherigen Geradeausflügen über das Stadtgebiet wird gefordert, so viele Landeanflüge wie möglich auf „Umgehungsrouten“ um das Stadtgebiet herum zu führen, und zwar sowohl im Norden auf die Landebahn Nordwest als auch im Süden auf die Südbahn.

Im Norden würden die Flugzeuge etwa über dem Kaiserlei auf den Geradeausflug Richtung Nordbahn einschwenken, im Süden würde die Route zwischen Obertshausen und Heusenstamm geführt, über dem Offenbacher Kreuz wäre der Eindrehpunkt auf den Anflug zur Südbahn. Dadurch würden wesentlich weniger Menschen mit Fluglärm belastet als bisher, heißt es.  

Menschenkette gegen Fluglärm

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Offenbach fordert zudem die Überprüfung der Rückenwind-Regelung mit dem Ziel, mehr Landungen von Westen her zu erreichen. Und es geht um die Anhebung des Anfluggleitwinkels von bisher 3 Grad auf 3,5 Grad, was ebenfalls eine Lärmreduzierung bedeuten würde.

(mad)

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