Selbst ist die Initiative

Offenbach (mad) - Die Bürgerinitiative Luftverkehr Offenbach (BIL) hat ein 3000 Euro teures Fluglärm-Messgerät gekauft und es noch vor Inbetriebnahme der neuen Landebahn auf dem Dach des Klinikum-Altbaus am Starkenburgring installiert.

„Nachdem die Stadt Offenbach zur Aufbringung der erforderlichen Summe offenbar nicht in der Lage war, haben wir genügend Geld gesammelt, um das neue Gerät zu kaufen“, heißt es in einer Mitteilung der BIL.

Anhand der Aufzeichnungen kann jetzt nachverfolgt werden, mit wie viel Dezibel die Flugzeuge über Offenbach fliegen. Der Deutsche Fluglärmdienst (DFL) zeichnet die Werte auf. Die Daten können auf den Internet-Seiten von DFL und BIL eingesehen werden.

Alle Artikel zum Thema Flughafenausbau und Fluglärm finden sie auch in unserem Stadtgespräch

Auch die BIL stellt fest: „Nachdem die neue Bahn in Betrieb genommen ist, sind die Beschwerden der Bürger in Offenbach angestiegen.“ Dabei sei man erst am Anfang der zusätzlichen Flugbewegungen, die von früher 78 auf jetzt 86 und später 129 steigen sollen. Die BIL fordert die Offenbacher weiterhin auf, ihren zunehmenden Frust zu artikulieren, so etwa am 18. November, wenn das Fraport-Mobil in Offenbach Station macht. Außerdem plant die Initiative weiterhin Aktionen unter anderem am Flughafen.

Bis zum 13. März, dem Tag der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht, sollten die Menschen zeigen, dass sie den zunehmenden Lärm nicht weiter ertragen wollen, so die BIL. Deren Forderung lautet nach wie vor: Einstellung des Flugbetriebs auf der neuen Landebahn und ein echtes Nachtflugverbot für die Zeit von 22 bis 6 Uhr.

Rubriklistenbild: © pixelio.de

Kommentare