Flieger in der Nacht: Weit über Durchschnittverspätet

Offenbach (tk) - Trotz Nachtflugverbots sind in den kritischen Zeiten immer wieder Flieger zu hören. Die Fraport macht Verspätungen dafür verantwortlich, erklärt aber, deren Zahl beschränke sich auf „durchschnittlich 7,5“.

Was das tatsächlich heißt, hat ein nimmermüde Beobachter des Treibens am Offenbacher Himmel dokumentiert. Der städtische Flughafenberater Dieter Faulenbach da Costa zeigt auf, dass es Nächte geben kann, in denen anscheinend gar kein Flugverbot besteht: 21 verspätete Flugzeuge waren am 16. November von 23 bis 23.30 Uhr unterwegs.

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Für ihn stellt sich die Frage, wer kontrolliere, dass es im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 7,5 seien: „Was passiert, wenn im September die Durchschnittszahl von 7,5 erreicht wurde?“ Zudem könne der gestörte Flughafennachbar nicht wissen, ob die verspäteten Flugzeuge die in der Planfeststellung angegebenen Kriterien in Bezug auf ihre Triebwerke erfüllen.

Es werde damit deutlich, dass die Regelungen nur durch das Ministerium oder Fraport selbst kontrollierbar seien. Da sich die Behörde aber immer als williger Vollstrecker der Interessen der Luftverkehrswirtschaft verstanden habe, könne Vertrauen nicht vorhanden sein.

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