Flurschaden im Schlosspark

+
Die zum Auf- und Abbau der Stände beim Mittelaltermarkt eingesetzten Lkw haben ganze Arbeit geleistet. Die Stadt hat einen Landschaftsgärtner mit der Behebung der Schäden beauftragt.

Offenbach - Gaukler, Edelleute, Landsknechte, Burgfräuleins - beim Mittelaltermarkt im Rumpenheimer Schlosspark wurde am Wochenende mal wieder publikumswirksam die Zeit um Jahrhunderte zurückgedreht. Von Matthias Dahmer

Den Anwohnern würde es schon genügen, sie könnten die Uhr, sagen wir mal, um 72 Stunden zurückdrehen. Denn zu diesem Zeitpunkt sah der Schlosspark noch wie der Schlosspark aus. Gestern Vormittag tut er das nicht mehr. Der Dauerregen am Sonntag hat im Zusemmenspiel mit den an- und abfahrenden Standbetreibern dafür gesorgt, dass das Grün im Park regelrecht umgepflügt wurde, dass sich etwa Reifenspuren zentimetertief ins Erdreich eingegraben haben. Teilweise sind die Schäden so groß, dass in den nächsten Tagen ein Landschaftsgärtner ran muss.

Mehr Fotos vom Mittelaltermarkt:

Mittelaltermarkt im Rumpenheimer Schlosspark

„Wir haben bereits einen entsprechenden Auftrag rausgegeben“, meldet sich ein angesichts der Zustände erschrockener Kulturamtsleiter Günter Doll aus dem Park. Er wolle da gar nichts beschönigen, meint er, so groß wie diesmal seien die Schäden nach dem Mittelalterfest noch nie gewesen. Und die Stadt, sagt Doll, könne den Anwohnern schließlich keinen ramponierten Park hinterlassen.

Für Norbert Haider, seit fünf Jahren Anwohner des Parks, ist ein Umdenken in Sachen Mittelaltermarkt längst überfällig. Von donnerstags bis montags herrsche jedesmal Belagerungszustand für die Schlossbewohner. Wenn Regen hinzukomme, richteten die Lkw einen Flurschaden an, der den Park in zwei Tagen für den Rest des Sommers ruiniere.

Es müsse die Frage erlaubt sein, ob man für den Mittelaltermarkt, der historisch überhaupt nicht zum Areal passe und zudem für erhebliche Parkplatzprobleme sorge, nicht auch einen anderen Standort finden könne.

Kommentare