CDU fordert Rücksicht auf Bürgerwillen

Offenbach - (tk) Stephan Röder ist nach der Lektüre der Offenbach-Post in die Bürgeler Bildstockstraße gefahren und hat sich überzeugt: „Ich habe mir das Gebäudeensemble intensiv angeschaut und konnte keinen sichtbaren Unterschied zwischen den kritisierten Kunststofffenstern und den benachbarten Holzrahmen feststellen“, schreibt der CDU-Stadtverordnete in einer Presseerklärung.

Wie berichtet, will die städtische Bauaufsicht einen Hausbesitzer seit Jahren zum Austausch nicht dem Denkmalschutzgesetz entsprechender Fenster zwingen. Den fälligen Vollzug eines Zwangsgelds lässt die Stadt momentan ruhen. Für eine Entscheidung will Oberbürgermeister Horst Schneider die Rückkehr des länger erkrankten Denkmalschützers Helmut Reinhardt abwarten.

Christdemokrat Röder fordert unterdessen „mehr Toleranz und mehr Berücksichtigung des Bürgerwillens bei der Umsetzung denkmalrechtlicher Vorgaben“. Ihm erscheint es wichtiger, dass sich verantwortungsbewusste Hausbesitzer verstärkt um den Erhalt und die energetische Modernisierung ihrer denkmalgeschützten Immobilie bemühten. Während an anderen Stellen geschützte Gebäude vor sich hin gammeln dürften, hole das Amt „wegen Kleinlichkeiten den großen Hammer heraus“. 

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