Fotoaktion der Stadt und der OP

Leser-Erinnerungen an S-Bahn-Strecke gesucht

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Anfang der 1990er Jahre war ganz Offenbach eine Baustelle... Ganz Offenbach? Nein, aber die Berliner Straße war seinerzeit keine innerstädtische Verkehrsader, sondern eine lang gestreckte Baugrube (rechts). In sogenannter offener Bauweise erstellten die Firmen die Grundkonstruktionen für die Untergrundbahn.

Offenbach - Fotoaktion: Stadt und Offenbach-Post suchen optische Leser-Erinnerungen an Bau und Start der S-Bahn-Strecke.

Wir schreiben das Jahr 1992: Ganz Offenbach ist im Ausnahmezustand. Endlose Staus fordern Autofahrer, Handel und Anwohner bis an die Grenze des Zumutbaren. Eine vier Kilometer lange, oft 30 Meter breite Baugrube teilt die Stadt, macht das Befahren der Hauptverkehrsstraßen fast unmöglich.

Wir schreiben das Jahr 1995: Die jahrelangen Einschränkungen haben sich gelohnt. Am 27. Mai sind die Bauarbeiten beendet, und eine leistungsfähige S-Bahn verbindet Offenbach mit Frankfurt und der Region. Das Rhein-Main-Gebiet rückt zusammen, lautet ein Tenor der Festreden. Die Stadt feiert tagelang: Es ist der Ursprung der heutigen „Offenbacher Woche“.

Anfang der 1990er Jahre war ganz Offenbach eine Baustelle... Ganz Offenbach? Nein, aber die Berliner Straße war seinerzeit keine innerstädtische Verkehrsader, sondern eine lang gestreckte Baugrube (rechts). In sogenannter offener Bauweise erstellten die Firmen die Grundkonstruktionen für die Untergrundbahn.

Wir schreiben das Jahr 2015: Seit der ersten „Woche“ sind 20 Jahre vergangen. Vier Linien unterqueren heute die Innenstadt und machen an Offenbacher Stationen (Kaiserlei, Ledermuseum, Markplatz, Ost, seit 2013 Bieber und Waldhof) Halt. 40.000 Menschen steigen Tag für Tag allein am Marktplatz ein und aus. Die Innenstadt hat sich zum Hauptverkehrsknoten entwickelt. Neue Arbeitsplätze, vor allem im Dienstleistungssektor, sind entstanden. Und wenn mehr Menschen in Offenbach wohnen wollen, dann auch wegen der günstigen Anschlüsse. Entstanden sind seit seitdem entlang der Berliner Straße Stadtforum, Cinemaxx, Haus der Wirtschaft, Citytower und Sparkassen-Neubau. Alles Belege für den Slogan „Eine Stadt verändert ihr Gesicht“, der während der Fertigstellung der S-Bahn-Trasse auf den Bauschildern zu lesen war.

Einsendungen bis zum 31. März per Post an: Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Berliner Straße 60, 63065 Offenbach am Main oder digital (jpg, ab 1 MB) per E-Mail an: info@offenbach.de

Die Stadt erinnert in diesem Sommer mit einer Ausstellung, einem Filmabend und einer Broschüre an den Eröffnungstermin der S-Bahn vor 20 Jahren. Für diese Ausstellung, die im Einkaufszentrum KOMM gezeigt werden soll, suchen die Stadt Offenbach und ihre Tageszeitung Offenbach-Post gemeinsam Privatfotos, die vor und während der Fertigstellung von und entlang der Baustelle geschossen wurden. Die Auswahl der Motive – von der einst vierspurigen Berliner Straße bis hin zum alten Parkbad – liegt im Ermessen der Einsender. Auch auf Fotos vom Umbau der Fußgängerzone oder von der Umwandlung der Rodgaustrecke in Bieber oder Waldhof freuen wir uns. Besonders willkommen ist die Färbung der optischen Erinnerungen: Das Zeitungsarchiv aus diesen Tagen ist schwarz-weiß – private Sammlungen dürften indes Buntbilder enthalten.

Dampflok zum Jubiläum in Rodgau (Archiv)

Dampflok zum Jubiläum

Die besten Aufnahmen (als Abzüge oder digitalisiert) werden in einer Broschüre abgedruckt, die die Stadt Offenbach zum Jubiläum veröffentlicht. Dafür und für die bei der Ausstellung gezeigten Fotos wird ein Veröffentlichungshonorar von 30 Euro pro Bild gezahlt. Von einer Jury ausgewählte Aufnahmen werden darüber hinaus mit einem kleinen Preis belohnt. Die Sieger erhalten ein Abonnement für die Capitol Classic Lounge, Tageskarten für den Rhein-Main-Verkehrsverbund, eine Freifahrt mit der Deutschen Bahn oder eine kleine Anerkennung des Kaufhauses KOMM. 

Einsendungen bis zum 31. März per Post an: Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Berliner Straße 60, 63065 Offenbach am Main oder digital (jpg, ab 1 MB) per E-Mail an: info@offenbach.de.

fel/tk

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