„An den Eichen“

Fraktionschef der CDU wirbt für Neubaugebiet

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Der Fraktionschef der CDU wirbt für das Neubaugebiet „An den Eichen.“ Als Anwohner weiß er von den Vorzügen und Nachteilen zu berichten.

Offenbach - Marioth-Gelände, Waggonhausen, Lohwald – drei Namen für ein Gebiet, mit denen Offenbacher verschiedener Generationen meist Geschichten dunkler Gestalten, krimineller Machenschaften oder die Hand aufhaltenden Familienklans verbinden. Von Ronny Paul

Heute zeigt sich das Gebiet südlichöstlich des Schneckenbergs in neuem Gewand und Namen: „An den Eichen“. Die Hochhäuser sind verschwunden, Einfamilien- und Reihenhäuser entstanden. Was einmal sozialer Brennpunkt war, möchte anders sein: familienfreundlich, naturverbunden, weltoffen und fern von Kriminalität und sozialen Problemen.

Dafür wirbt der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Freier bei einer Begehung des Neubaugebiets. Er selbst wohnt dort, in einem Eigenheim im Bauabschnitt Eins, und schwärmt von der Nähe zur Natur und der guten Anbindung an die Offenbacher und Frankfurter Innenstadt. „Ich habe Nachbarn, die vom schönen Riedberg hierher gezogen sind, weil sie von hier aus einfach schneller in die Frankfurter City kommen“, erzählt er und ergänzt: „Zehn Minuten beträgt die gemütliche Fahrzeit mit dem Rad bis zur S-Bahnstation Offenbach-Ost. Von dort hat man mit der S-Bahn alle Möglichkeiten, die umliegenden Städte schnell zu erreichen.“

An Fluglärm gewöhnt

Nur einen Steinwurf von Mühlheimer Kleingärten, Bahntrasse und Wald entfernt, lasse es sich gut leben. Auch an den Fluglärm habe er sich gewöhnt, lässt Freier bei der Begehung die rund zehn Interessierten wissen. „Und wer in ein Neubaugebiet zieht, sollte von vorneherein wissen, dass Baulärm zum Alltag gehört. Der allerdings stört mich überhaupt nicht“, bemerkt Freier ganz nebenbei.

Und gegen den Lärm aus Richtung der Bahngleise sei in Bauabschnitt Zwei eine Lärmschutzmauer vorgesehen. Sogar ein Bus fährt neuerdings ins zuvor nicht angeschlossene Gebiet. Und nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten und eine Kita sind für die Zukunft noch geplant. Um die von den Anwohnern gewünschte S-Bahnstation zwischen Mühlheim und Offenbach-Ost stünde es aus Kostengründen eher schlecht. Diese Hoffnung hatte allerdings schon Oberbürgermeister Horst Schneider den Waldheimern vergangene Woche bei der Anhörung „OB vor Ort“ genommen.

Vorhaben kostet die Offenbacher Politik Nerven

Freier schwärmt vor den potenziellen Käufern von Grundstücken und Wohnungen vor allem von der idyllischen Lage. Rotwild, Rehe, Kaninchen und sogar Greifvögel habe er schon in unmittelbarer Hausnähe gesehen.

Aus seiner Partei gesellen sich noch Fraktionsgeschäftsführer Jochen Fischer und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Roland Walter dazu, um an Ort und Stelle die Entwicklung des Gebiets in Augenschein zu nehmen. Ganz so euphorisch wie der Vorsitzende wirken die Beiden indes nicht, immerhin kostet das Vorhaben die Offenbacher Politik reichlich Nerven, tauchten doch immer wieder unvorhergesehene Probleme auf.

Walter merkt an, dass der Werdegang des Projekts nicht optimal verlaufen sei. Anfangs ließen sich die Grundstücke schwer vermarkten, Baufirmen sind abgesprungen. Bis heute lassen fehlende Einkaufsmöglichkeiten Interessierte zögern. Derzeit stehen trotz hoher Nachfrage auf dem Markt in Bauabschnitt Eins noch neun Grundstücke zum Kauf frei. Die Fortsetzung folgt mit Planungsabschnitt Zwei.

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