SPD bestätigt Schneider und will Färber als Parlamentschef

An der Fraktionsspitze bleibt alles beim Alten

Offenbach - Die Offenbacher SPD-Mannschaft für das Rathaus gibt ihre Startaufstellung für die bevorstehende neue Periode bekannt.

In einer Sitzung am Donnerstagabend bestimmte die von 23 auf 18 Köpfe geschrumpfte Fraktion ihren Vorsitzenden, dessen Stellvertreter sowie den Kandidaten für das Amt des Stadtverordnetenvorstehers. Überraschungen blieben aus. Andreas Schneider wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Er kann sich auf ein gewohntes und eingespieltes Team stützen. Seine Vize sind die Spitzenkandidatin der jüngsten Kommunalwahl, Gertrud Marx, Holger Hinkel und Harald Habermann. Die Kasse der Genossen betreut Carmela Dinice-Lehmann.

„Wir setzen auf personelle Kontinuität, in den vergangenen fünf Jahren haben wir erfolgreich zusammengearbeitet“, sagte Andreas Schneider. Der Fraktionsvorstand bestehe „aus Mannschaftsspielern und nicht aus Einzelkämpfern“. Vor fünf Jahren hatte die erste Sitzung der Fraktion noch einen Paukenschlag parat: Unterstützt vom Parteivorstand trat Schneider überraschend als Alternative zum Amtsinhaber Stephan Färber an. Der Bieberer wurde dann aus dem Fraktionsvorsitz gekippt, erhielt als Trost einen Sitz im ehrenamtlichen Magistrat.

Am 14. April soll – wie von unserer Zeitung schon vermutet – für Färber dann wahr werden, was bereits weitere fünf Jahre zuvor daran scheiterte, dass die CDU und nicht die SPD die stärkste Fraktion wurde, die traditionell das Vorschlagsrecht für den Ersten Bürger der Stadt hat. „Wir wollen Stephan Färber als Vorsteher der neuen Stadtverordnetenversammlung“, teilt Fraktionschef Schneider nun mit. Färber sei ein über Parteigrenzen hinweg hoch angesehener Kandidaten.

Für SPD-Fraktion sollen Schutzschirm, Masterplan, Schulbausanierung und Bevölkerungswachstum die bestimmenden Themen sein. Doch zunächst stellt die Bildung einer Koalition an. Gespräche mit den bisherigen Partnern Grünen und Freien Wählern haben bereits stattgefunden. CDU und FDP folgen in der kommenden Woche. SPD-Vorsitzender Dr. Felix Schwenke rechnet „zu 99 Prozent“ nicht damit, dass bereits zur konstituierenden Sitzung des Parlaments ein Bündnis steht. Über ein solches wird erstmals ein Mitglieder- und kein Delegiertenparteitag befinden.

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tk

Rubriklistenbild: © dpa

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