Gegen illegale Beschäftigungsmodelle

Maler kämpfen für faire Beschäftigung

Frankfurt/Offenbach – Auf dem Bau dominieren nach Ansicht der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main unfaire und illegale Beschäftigungsmodelle. Aus diesem Grund habe sie die „Initiative Faires Handwerk“ gestartet, teilte die Innung gestern mit.

Sie setzt sich damit für sozial verträgliche und faire Arbeitsbedingungen in der Branche ein. Ziel sei es, Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu verhindern, Transparenz und Rechtssicherheit für Kunden zu schaffen sowie legale Arbeitsplätze zu erhalten und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

„Skrupellose Anbieter umgehen mit der Beschäftigung von Sub-Subunternehmer-Ketten auf Baustellen geschickt die gesetzlichen Regelungen und lassen zumeist osteuropäische Arbeiter als Scheinselbständige für Hungerlöhne arbeiten“, erklärt Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main.

Kern der „Initiative Faires Handwerk“ ist eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung für Maler- und Lackiererbetriebe. In dieser hat die Innung Standards definiert, die die gesetzlichen Vorgaben beinhalten und über diese sogar hinausgehen. Ihr wesentliches Merkmal ist die Ausführung der Kernleistungen – Malerarbeiten, Wärmedämmung, Putz – mit sozialversicherungspflichtig angestellten Mitarbeitern. 25 Betriebe nehmen bereits an der Initiative teil. Sie ist offen für andere Innungen. (ku)

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Rubriklistenbild: © dpa

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